Band 
Erster Band.
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Baltassarre Peruzzi.

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schaft einzuführen wünscht. Solche Gebäude sind es haupt-sächlich, von welchen Poussin eine Sammlung gemacht znhaben scheint, um damit den Hintergrund seiner Gemälde zuzieren und jene schönen Perspektive von alterthümlichen Städ-ten, welche in mehr als einem seiner Werke mit den Figurendie Bewunderung der Zuschauer theilen.

Unter diesen Häusern, welche man für Ueberreste des altenRoms halten sollte, befinden sich zum Beispiel diejenigen,welche man in der Straße öor^o iVuovo und am Eingängeder Straße sieht, die gegen den Palast Farnese führt. Siesind in der Sammlung der Paläste Roms von Falda gestochen.Bei solchen Gebäuden, deren Hauptverdienst, wenn man sosagen darf, in einer gewissen Anmuth der Diktion besteht,die nur durch ein Gefühl, welches sich nicht besinnen läßt,begriffen und definirt werden kann, wäre übrigens jede Be-schreibung überflüßig. Was könnte man in der That vonsolchen Aufrissen sagen, außer, daß man darin eine trefflicheAuswahl der schönsten Fensterformcn, Einfassungen und derreinsten Profile finde, daß die Verhältnisse zwischen den Pfei-lern und Thür- und Fensteröffnungen in der richtigsten Ueber-einstimmung seien, daß darin ein Gesammtganzes von Solidi-tät ohne Schwerfälligkeit, von Reichthum ohne Lupus und vonCharakter ohne Ziererei herrsche?

Die Werke dieser Art können demnach nie genug von jungenArchitekten studirt werden, die, über die Größe des altenRoms erstaunt, nur zu oft vergessen, daß die Städte ausHäusern bestehen und daß ihre Schönheit mehr von dem durchdie Kunst verbreiteten guten Geschmack in den einfachen Ver-zierungen der Privathäuser, als von der Errichtung großerDenkmäler abhängt, deren Ende kaum mehreren Jahrhunder-ten zu sehen vergönnt ist. Die geringsten Construktionen vonPeruzzi, so wie von Palladio, bilden eine Art von praktischerSchule jener Architektur, welche selbst den Bedürfnissen der

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