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Sän Micheli.
Sän Micheli allein war im Stande, das Gegentheil zu be-weisen, und bewies es kurze Zeit darauf durch die Construk-tion der korta 6e1 kslio. Sie ist von weißem Marmor,mit einer Ordnung dorischer Säulen geziert. Man zählt vonaußen acht cannelirte Säulen, aus einem einzigen Stück undvon bedeutender Höhe. Dieses Gebäude enthält ungeheuere Sälefür die Soldaten und große Abtheilungen zur Aufbewahrungder benöthigten Vorräthe. Auf der Seite der Stadt erhebtsich eine schöne Gallerie, deren Mauern von innen aus Pfei-lern in Bossage bestehen, von außen aber mit Wandsäulendorischer Ordnung ohne Untersatz geziert sind, die bis zurHälfte ihres Diameters hervorstehen. Das Ganze dieser großenMasse ist mit einem ringsherum laufenden sehr schönen Ge-simse mit Dreischlitzen gekrönt. Sforza Pallavicini, Generalder Venetianischen Truppen, behauptete, daß man in Europa kein schöneres Gebäude fände.
Auch muß man der korta cki 8sn 2eno erwähnen, vonSän Micheli in einem ernsten und zugleich reichen Stylekomponirt. Es ist noch ein viereckiges Denkmal mit dorischenSäulen geziert, die auf Pfeiler in Bossage vertheilt sind. Ob-gleich durch den Charakter und das Großartige seiner Archi-tektur empfehlungswürdig, steht es dcmungeachtet den beideneben erwähnten nach.
Uebrigens verweisen wir unsere Leser, welche über dieseschönen Werke mehr Details zu wissen wünschen, auf die sehrschön gestochene Sammlung der architektonischen DenkmälerSän Micheli's, welche Albertolli herausgegeben und mit um-fassenden Beschreibungen derselben versehen hat. Wir habennur einige dieser, durch den Geschmack der edelsten Compo-sitionen verschönerten Befestigungswerke angeführt, um zu zei-gen, wie in dem schönen Jahrhundert der Architektur alleTheile der Bauwissenschaft und der Baukunst vereinigtwaren. So zeigt uns die Geschichte, daß Sän Micheli, Mei-