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Sän Micheli.
ster und Muster der Jngeuieurs und Baukünstler, Beidesauch den geschicktesten Architekten war, deren Vorgänger er zuseyn die Ehre hatte. Den Beweis wird man in der nunfolgenden kurzen Notiz über seine Werke der Civil-Architekturfinden.
Seine ersten Arbeiten waren, wie wir weiter oben er-wähnt, an der Kathedralkirche zu OrvieNo, einem Denkmale,welches zu Ende des dreizehnten Jahrhunderts in einem Ge-schmacke begonnen wurde, welcher den Ueberganz von derEntartung der Architektur zu ihrer Wiederherstellung bildete.Die geschicktesten Bildhauer des fünfzehnten Jahrhunderts übtenan diesem Denkmale ihr Talent und man unterscheidet sehrdeutlich den Antheil, den jeder derselben an seiner Verzierunggehabt. Hinsichtlich der Architekten aber, die hier einandernachgefolgt, ist dieß nicht so leicht, weil bei solchen Unter-nehmungen jeder neue Architekt gezwungen ist, seine Manierder seiner Vorgänger unterzuordnen; auch würden mehr Nach-forschungen hierüber schwerlich etwas zur Vergrößerung desRuhms Sän Micheli's beizutragen vermögen. Bald daraufwurde er nach Monte Fiascone berufen und mit der Erbauungder dortigen Hauptkirche beauftragte Sie besteht in einemDom oder einer Kuppel von acht Seiten von einem sehr schönenVerhältnisse, deren Umfang die Totalität des Tempels undein so schönes Gesammtganzes bildet, als man nur sehen kann.Man bemerkt in der nämlichen Stadt mehrere kleine Palästevon einem herrlichen architektonischen Geschmacke, deren De-tails und Thür- und Fenstereinfassungen vom besten Stylesind und die wie man glaubt, nach den Zeichnungen SänMicheli's aufgeführt worden.
Mit besonderer Vorliebe aber scheint er Verona , seinerVaterstadt, sein Talent gewidmet zu haben. Eines seiner erstenund anmuthigsten Werke war dort zu Sän Bernardino dieKapelle Guareschi, die eigentlich einen kleinen zirkelförmigen