Band 
Erster Band.
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Sän Micheli.

mit korinthischen Säulen gezierten Tempel bildet. Man siehtdarin vier Vertiefungen angebracht: drei für Altäre und inder vierten befindet sich die Thüre. Vier N'schen mit Statüenzieren die Zwischenräume zwischen diesen Vertiefungen. DieAltäre, die Piedestale, die Thür- und Fenstcrgiebel, ihre Kar-niesse: Alles richtet sich nach der Curve des Umfangs diesesInnern. Das Licht dringt durch vier Deffnungen ein, wo-von jede mit zwei Säulen geziert ist. Von diesen acht Säulenist bei vieren die Cannelirung senkrecht, bei den vier übrigenaber blos in den oberen zwei Drittheilen ihres Schafts spiral-förmig. Nichts ist vollkommener, als die Bildhaucrarbeitendieses kleinen Tempels, an denen man auch noch die Schön-heit jenes besondern Steines bewundert, der in der Gegendvon Verona gefunden wird. Weg'n seiner Weisse und Fein-heit ist er nach dem weißen Marmor der kostbarste, den mankennt und wegen seiner Härte der geeignetste zu Arbeiten desMeißels. Man nennt ihn Leomrino, weil er bei'm Verar-beiten wie Bronze tönt. Die Kapelle Guareöchi wurde nichtunter den Augen Sän Micheli's beendigt, welchen dringendeBeschäftigungen anderwärts Hinriefen. Unglücklicherweise machtesich die Entbehrung seiner Leitung durch mehrere Inkorrekt-heiten und einige Mißbrauche bemerklich, welche Sän Michelisehr viel Verdruß verursachten. Mehr als einmal hörten ihnseine Freunde sich beklagen, daß er nicht reich genug sei, diesesDenkmal an sich zu kaufen und es dem Geize des Eigen-thümers zu entziehen, welcher aus einer niedrigen Sparsam-keit seine Ideen verderbe und den Geist seiner Erfindungenverändere.

Von den vielen Werken Sän Micheli's von denen wirblos eine kurze und oberflächliche Anzeige geben können, er-wähnen wir unter Anderen:

Die Fa^ade von 8suts hlaria in Or^anö welche denOlivetanern (Italienische Benediktiner-Mönche) in Verona ge-