Band 
Erster Band.
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Sän Micheli.

den Styl der Paläste jener Stadt zum Muster genommen.Was die obere oder Haupt-Etage betrifft, so ist sie von deredelsten Art, die sich auf einen Palast anwenden läßt. EineOrdnung hervorstehender korinthischer Säulen ziert die Pfeilerin Bossage zwischen den Fenstern, an deren Einfassungen spitz-winkelige und runde Giebel mit einander abwechseln. DasGesims, welches diese Etage bildet, trägt ein Uiu^lriera,oder einen fortlaufenden Balcon, über welchen sich eine außer-ordentlich verzierte Attika erhebt. Die Fenster dieser kleinenEtage haben sehr einfache Einfassungen; aber die Pfeiler, welchesie trennen, bieten unter mehreren verzierenden Details, jederdie Figur einer Terme oder Atlante dar, welche ein Gesimstragen, das über das Kapitäl jeder dieser Figuren profilirt.Man findet, zum Ueberflusse ohne Zweifel, in der obern Be-gränzung dieses Palastes über dem eben erwähnten Gesimseeinen mit Bildhaucrarbeiten reich verzierten Frieö. Zählt mannun hierzu noch die mit Statüen gezierte Balustrade, welchedas oberste Ende dieser Masse bildet, so muß man gestehen,daß hier eine Menge Partien über einander gehäuft sind,welche dieselbe zwar höher machen, ohne aber zu ihrer Größe,im moralischen Verstände, etwas beizutragen. Auch wird manin dem eben erwähnten überflüßigen Auswande von Verzierun-gen weniger die Benützung als den Mißbrauch der Reich-thümer der Kunst erkennen.

So gegründet dieser Tadel scheint, so dürfte er übrigensdoch nicht Sän Micheli treffen. Es ist nach den geschichtlichenNachrichten bereits bemerkt worden, daß die vielen und großenArbeiten so verschiedener Art, die ihn während seines langenund thätigen Lebens beschäftigt, ihn oft verhindert, an seineUnternehmungen die letzte Hand zu legen.

Die bloße Aufzählung seiner Werke würde mehrere Seitenfüllen. Genöthigt aber, unter so vielen Gebäuden, nur voneinigen der vorzüglichsten Nachricht zu geben, erwähnen wir