Sän Micheli.
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Darunter gehören die beiden Paläste, die er für die Fa-milie Cornaro, den Einen zu Piombino, den andern zu Ve-nedig selbst in der Nähe der St. Paulskirche aufgeführt; sowie der Palast der Familie Bregadini, welchen er restaurirtund dessen ganzes Innere er mit viel Geschmack verschönert.
Den ersten Rang unter seinen Werken aber räumt maneinstimmig dem Palaste Grimani zu Venedig , einem der präch-tigsten Paläste dieser Stadt ein. Der Kostenaufwand fürseine Erbauung war ungeheuer. An dem großen Kanale inder Nähe der St. Lucaökirche gelegen, ist er eines der merk-würdigsten Denkmäler unter allen denjenigen, deren Architekturdie beiden Ufer dieses Kanals verschönert, welcher gewisser-maßen die Hauptstraße einer wie durch Zauberei in Mitteder Gewässer des Meeres erbauten Stadt bildet.
Der Platz, auf welchem sich dieses Gebäude erheben sollte,ist sehr groß, aber einer der unregelmäßigsten, den es gebenkann. Diese Unbequemlichkeit ist in Venedig nicht selten, wodie Menge von Kanälen ohne alle Rücksicht auf die Anord-nungen, welche die Architektur erfordern könnte, alle Räumedurchschneiten: ein um so größeres Verdienst für den Archi-tekten , welcher diese Schwierigkeiten zu überwinden weiß.Niemand hat dieselben mit einem glücklicheren Erfolge besiegt,als Sän Micheli bei Aufführung des Palastes Grimani. Nuraus dem Grundriß kann man ersehen, wie viel Einsicht undGeschicklichkeit erforderlich war, um die Ungleichheit der Linienund der Winkel zu verbergen, v»n welcher gleichwohl dasAuge weder in der Ausführung der Fayade noch in jener desVorderhauses, wo *man eintritt, auch nur das Mindeste ge-wahrt.
Nichts ist schöner, nichts reiner in der Ausführung als dieAnordnung im Erdgeschosse dieses Palastes; nichts harmonischerin den Massen, reicher in den Details und mannigfaltiger inder Gegeneinanderstellung der Pfeiler und der Thür- und Fen-