Band 
Erster Band.
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Sän Micheli.

von der Zartheit seiner Gesittungen zeugt. Durch die Erin-nerung an ein Verhältniß gequält, in welchem er in seinerJugend zu Monte Fiascone mit der Frau eines Marmörsägersgestanden, von welcher er einige Gunstbezeigungen genossen,und die, wie er wußte, bei einem sehr geringen Vermögeneine Tochter hatte, deren Vater er zu seyn für möglich hielt,schickte er ihr fünfzig Gold-Skudi, um sie zu verheirathen.Umsonst suchte die Frau ihn davon abzubringen und ihm allenZweifel hierüber zu benehmen: er nöthigte sie die Summe zubehalten. Die Republik Venedig wollte ihn mehr als ein-mal mit Wohlthaten überhäufen; aber er beschwor den Senat,sie auf seinen Neffen zu übertragen.

Mit einem Worte: seine Eigenschaften erwarben ihm ineben dem Grade die Liebe, als seine Talente die Bewunde-rung aller seiner Zeitgenossen. Michel Angelo sprach seinenNamen nur mit Verehrung aus.