Band 
Erster Band.
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Antonio Sän Gallo.

deren Pfeiler mit korinthischen Säulen geziert sind. Geschmack,Form und Maaß sind hier eine Wiederholung der drei Säu-lenordnungen des Hofes.,

Man weiß nicht, ob diese I^o^ia in dem Plane SänGallo's begriffen war, oder ob man die Idee wie die Ausfüh-rung derselben denjenigen zuschreiben soll, welche die dritteEtage, ohne Zweifel nach dem Vergrößerungsplane des Pap-stes Paul III. vollendet. Gewiß ist, daß nach den Absichtendesselben die Hauptfa^ade des Palastes diejenige werden sollte,die gegenwärtig gegen die. Straße Giulia sieht.' Die so ebenerwähnte architektonische Verzierung verkündigt dieß zu Genüge.Ein zweiter Hof sollte auf dieser Seite die Stelle einnehmen,wo ehemals das Gebäude stand, welches die jetzt zu Neapel befindliche Gruppe enthielt, die man 11 loro ksruese (denFarnese'schen Stier) nannte. In dieser Richtung sollte eineBrücke über die Tiber geschlagen werden, um zwischen diesemPalaste und demjenigen, den man noch jetzt in der Straßestollu Imn^ars, 1a karnesiua nennt, einem Werke des be-rühmten Valthasar Pcruzzi, eine Verbindung herzustellen.

So viel Ordnung und Gleichförmigkeit das Aeußere desPalastes Farnese in seinem Gesammtganzen und in den De-tails seiner Masse darbietet, so viel Reichthum und Prachtbemerkt man beim Eintritt in den Hof, in den vor demselbenbefindlichen Gallerten, so wie in den Säulenlauben, die den-selben umgeben und in der ganzen Composition dieses Innern.Das Vorhaus beim Eingänge auf der Seite des Platzes ist imedelsten Style. Zwei Reihen von sechs frei stehenden Marmor-säulen auf Piedestalen stützen ein Tonnengewölbe reich mitFeldern geziert. Diese zwei Reihen freistehender Säulen bildenden mittlern Gang, welcher mit zwei minder breiten Seiten-gängcn begleitet ist. Die Säulen dieser Letzteren, auf beidenSeiten Wandsäulen, entsprechen den Ersteren, welche freistehen,und in jeder Säulcnweite ist eine Nische angebracht.