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Antonio Sän Gallo.
fangen war, Michel Angelo demnach dieselbe fortgesetzt undnach dem Projekte Sän Gallo's beendigt habe.
Dieß ist bei der dritten Etage oder Säulenordnung nichtder Fall. Diese Etage besteht nicht mehr in Säulenhallen,noch in offenen Gallerten. Sie stellt das Vordertheil einermit Fenstern durchbrochenen Fa^ade dar, deren Pfeiler mitkorinthischen Pilastern geziert sind. Alles trägt hier das .Gepräge des Styls Michel Angelo's oder vielleicht Giacomo'sdella Porta, welcher sein gewöhnlichster Gehülfe war. Manglaubt dieß besonders an den magern und verlängerten Fen-stereinfassungen, so wie an den kleinen willkürlichen Detailsder Verzierungen ihrer Giebel und an jenen Vorsprüngcn undüber einander angebrachten Pilastern zu erkennen, von derenGebrauch man vor Michel Angelo schwerlich Beispiele findet.
Man würde einen biographischen Artikel zu einem spezi-ellen Werke ausdehnen, wenn man nach einer kurzen Be-schreibung der Details der äußern Architektur des PalastesFarnese, sich in die seiner innern Eintheilung einlassen wollte.Dieser gebührt in allen ihren Theilen das Verdienst jenerverständigen Anordnung, welche mit der Regelmäßigkeit derLinien die Bequemlichkeit der inneren Verbindungsgänge zuvereinigen weiß, deren die Wohnungen, je nach den Sittenund Gewohnheiten jedes Jahrhunderts verschiedentlich bedürfen.Alles hat in dem Palaste Farnese einen großen Zuschnitt.Dieß Gebäude ist stets würdig, der Aufenthalt eines Fürstenzu seyn. Obgleich dasselbe durch das Ereigniß, welches denKönig von Neapel in den Besitz aller Güter der FamilieFarnese gesetzt, lange Zeit mehr oder weniger unbewohntgeblieben, und seitdem ein großer Theil seiner inneren Ver-zierungen verschwunden ist, so bewundert man in demselbendennoch eine Reihenfolge von Zimmern, in deren Mitte nochimmer jene von Hannibal Carraccio gemalte und ausgczierteGallerie mit hellen Strahlen glänzt, welche allen denjenigen,