Band 
Erster Band.
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Julius Romauus.

Vergnügen an Kunstvollkommenheit jedem Andern vorziehenwollte, indem er Pracht und Kosten nur auf das verwendete,was ein dauernder Gegenstand der Bewunderung von Leuten'von GcsciMack seyn soll.

Der Kardinal von Medicis hatte auf einem Abhänge deslVlonte vlario eine Lage mit einer sehr schönen Aussicht ineiner waldigen Gegend mit lebendigem Wasser ausersehen, diesich längs der Tiber von tonte iVlole bis an die korta ^n-^elica erstreckt. Hier errichteten Raphael und Julius Roma-nuö das anmuthige 6ssiuo, dessen Ansicht und malerischeComposition man Trotz seines Verfalls noch fortwährend be-wundert.

Die Fahnde stellt, wie bereits erwähnt worden, einengroßen, durch Nischen und Fenster getheilten und mit einerjonischen Säulenordnung gezierten, Halbkreis in Form einesThcatcrö Dali Von da gelangt man in das Vorhaus, wel-ches zu einer schönen offenen Gallerie führt, die an den Gartenstößt, und mit zwei großen und anderen kleineren Nischengeziert ist, in welchen ursprünglich alterthümliche Statuen stan-den. Vasari nennt diese Gallerie eine to^ia Iwllisima.In die Gewölbe derselben malte Julius Nomanus jene herr-lichen Compositionen, welche Gottheiten aus der Fabelweltdarstellen. Diesen Gemälden droht die Vernichtung. Glück-licherweise hat die Kupferstecherkunst ihre Darstellungen gerettetund der Nachwelt aufbewahrt. Die Villa >Ia<lania enthält,nebst den Logen des Vatikans, Alles, was man von Dekora-tion Klassisches sehen kann. Es ist der nämliche Styl derDetails, die nämliche Art von Arabesken, der nämliche Ge-schmack in den Stuckaturarbeilen und gewiß ist es auch dasWerk einer und der nämlichen Schule von Künstlern. Unglück-licherweise haben die eingetretenen Ereignisse die gänzliche undvollständige Ausführung dieses Casino verhindert. Seit langerZeit verlassen, hat es keinen Eigenthümer mehr finden können,