Band 
Erster Band.
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Julius Nomanus.

der den Werth desselben erkannt und im Stande gewesen wäre,den zu seiner Wiederherstellung erforderlichen Kostenaufwandzu bestreiten.

Der kleine Palast Alberini (in Banchi), dessen Fatzadeunter Nr. 40. der Sammlung der Paläste Roms von Fer-rerio zu sehen ist, und die wir weiter unten beschreiben werden,galt nach Einigen ebenfalls für ein Werk Raphaels, nach An-deren aber wird er Julius Romanus zugeschrieben. Nichts istunnützer, als der Streit hierüber, wenn nicht vielleicht selbstseine Entscheidung überflüssig ist. Will man, besonders inder Architektur, Schattirungen zwischen dem Meister und demSchüler unterscheiden, welche oft selbst Kennern in der Ma-lerei entgehen? Alles, was man sagen kann, ist, daß sofernnicht geschichtliche Gegenbeweise vorhanden, man immer demRaphael wie dem Julius Romanus die Zeichnung jener an-muthigen Häuser wird zuschreiben dürfen, die, wie man indem Leben Balthasar Peruzzi's erwähnt, Ueberreste zu seynscheinen, welche der Zerstörung des alten Roms entgangen.

Hierunter gehört der kleine Palast Cenci (slla voAgna)Nr. 34. der oben erwähnten Sammlung. Dieses hübsche Ge-bäude empfiehlt sich mit dem Vorhergehenden als Muster, wieman in den Handelsstädten äußerlich das Ansehen einer Woh-nung des Luxus mit dem verbinden könnte, was dem Handelangemessen. Sein Vordertheil besteht aus zwei Theilen. Denuntern bildet ein sehr hoher Untersatz in Bossage mit vier Lä-den (wovon jeder sein Halbgeschoß hat), zwei auf jeder Seitedes Haupteingangs, welchen ein Giebel in Bossage krönt.Der obere Theil besteht aus zwei Etagen von fünf Fensternin einer Reihe. In der Hauptetaze erheben sich über dieFenstereinfassungen abwechselnd spitzwinkelige und zirkelförmigeGiebel und die Pfeiler sind mit gekuppelten dorischen Pflasterngeziert. Die Fenster der obern Etage sind oben gebogen undbloße Streifen, welche den Pflastern der eben erwähnten