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Michel Angelo Bonaroti.
und fruchtbares Feld an Hülfsmitteln oder Erfindungen allerArt eröffnet haben würde.
Michel Angelo war beiläufig vierzig Jahre alt, als ergenöthigt war, zum Erstenmale etwas wirklich Architektonischesauszuführen. Dieß war die Sakristei von St. Lorenz, welchefür die Mausoleen der Medicis bestimmt, ihre Bcgräbnißkapellewerden sollte. Er bekam den Auftrag, sie an der Stelle derfrühern Sakristei, die ein Werk Brunelleschi's war, ganzumzubauen. Wenn Michel Angelo, wie Vasari versichert, denFußstapfen seines Vorgängers gefolgt, so scheint sich dieß dochnur auf den Grundriß und die allgemeine Anordnung zu beziehen;denn alles Uebrige trägt einen Charakter, der weit entferntist, irgend eine Nachahmung zu seyn.
Die Sakristei von St. Lorenz ist ein viereckiges Gebäude,sowohl nach seinem Grundrisse als nach seinem Aufrisse bisan die zirkelförmige Kuppel, die sich über Liesen viereckigenPlan erhebt. Die Höhe im Innern unter der Laterne, welchedas oberste Ende der ganzen Masse bildet, beträgt 80 Fuß.Die innere Anordnung besteht aus zwei übereinander sich er-hebenden Ordnungen korinthischer Pilaster; die der Winkelsind gebogen. Was hier besonders auffällt, ist, daß die zweiteReihe Pilaster sich durch ein sehr correktes Verhältniß, wiedurch die Reinheit und Schönheit der Säulen-Nischen aus-zeichnet, mit denen sie geziert ist, wogegen in der untern Reiheverlängerte und sehr magere Verhältnisse, ganz willkürlicheDetails der Verzierungen und seltsame Masken von ganz neuerErfindung mit dem klebrigen des Denkmals sehr kontrastiern.Während Vasari , ein Schüler und großer Bewunderer MichelAngelo's, diesem Dank zu wissen scheint, daß er die Architek-tur, wenn man so sagen darf, emanzipirt habe, indem er siedurch diese Neuerung von den Fesseln und Banden der altenGewohnheit befreit (aveuäo e^li rotti i Iscele e 1e csteueäelle cose esie per uso cl'unu strscla ooruuue e^liuo <1i