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Michel Angelo Bonaroti.
continnc» opersvano) kann er gleichwohl die Bemerkungnicht unterdrücken, daß diese Freiheiten die Nachahmer MichelAngelo's zu allen Arten von Verirrungen und Phantasienverleitet, welche die Verzierung aller Regel und alles Ver-hältnisses beraubt und etwas Groteskes an sich haben (lVuoveIsntusie alle ^rotesclie piutosto, clie a rs^ione o re^olsconkornii).
Hierauf wollen wir unser Urtheil über die Sakristei vonSt. Lorenz beschränken. Aber dieß genügt auch, um zu be-weisen, daß Michel Angelo gleich bei seinen ersten Schrittenjenen Geist der Unabhängigkeit und Originalität in die Archi-tektur gebracht, der es verschmäht, irgend jemand nachzuahmen.
Die nämliche Willkühr in den Verzierungen, oder wenig-stens die nämliche Magerkeit finden wir auch in der Säulen-ordnung des Vestibüls der Bibliothek von St. Lorenz, inden Nischen und in dem Verhältniß der Säulen wieder. Hierallenthalben der nämliche Geschmack für kleine Neuerungen inden Formen, wovon man weder die Nothwendigkeit einzusehen,noch die Ursache sich zu erklären vermag.
Dieser berühmte Saal hat mit Inbegriff seines 26 Fußlangen und 30 Fuß breiten Vestibüls 164 Fuß in der Längeund 30 Fuß in der Breite. Der Fußboden des Vestibüls ist7 Fuß tieser, als der des großen Saales, das heißt, um dieganze Höhe des Untersatzes der Säulen. Diese Höhe hat jenekleine seltsame Treppe veranlaßt, deren Erbauung man Nie-mand beizumessen weiß. Es scheint eine Skizze oder der An-fang einer Treppe vorhanden gewesen zu seyn, von welcherVasari sehr lange hernach die.nicht sehr verständlichen Bestand-theile sammeln wollte. Er selbst sagt, daß er von Florenz ausan Michel Angelo nach Rom geschrieben, um von ihm einigeAuskunft hierüber zu erhalten. Aber Michel Angelo scheintdie Erfindung derselben von sich abgelehnt zu haben, wie fol-gende Stelle aus seinem Briefe beweist: Ali torna l-en slla