Band 
Erster Band.
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Michel Angelo Bonaroti.

er selbst suchte darum nach, daß man diesen Punkt darinaufnehmen möchte.

Mit diesen Mitteln ausgerüstet griff Michel Angelo dasGanze und alle Theile seines Baudenkmals zugleich an. Nach-dem er das Werk Sän Gallo's zerstört, ließ er das Gebäudeauf allen Punkten gleichmäßig emporsteigen. Sein Zweck war,mit demselben so weit vorzurücken, daß weder ein Rückgangnoch eine Veränderung mehr Statt finden konnte. In dreiJahren verband er die vier Schiffe, führte die äußere Beklei-dung von Stein auf, beendigte die zwei großen Treppen,welche von beiden Seiten auf den höchsten Punkt der Gewölbeführen, befestigte die Bogen des Doms durch einen neuenBogen von Ziegelsteinen und verstärkte ihre Pfeiler. Von42 Fuß auf der einen und 21 auf der andern Seite, dieihnen Bramante gegeben, brachte er sie auf 58 und 29 Fuß.Bald sah man den äußern Untersatz der Kuppel von Steinaufgeführt und das große Gesims im Innern des Doms eben-falls hon Travertinstein vollendet. Zusehends vergrößerte sichdas Gebäude von allen Seiten, seine Anordnung im Innernwie im Aeußern war unwiderruflich festgesetzt. Die Halbzirkelder beiden Arme des Kreuzes warem von Steinen gewölbt unddie Felder dieser Gewölbe, die Kaipellen und die Fenster, diesie erleuchten, vollendet. Endlich sah Paul III. vor seinemTode, welcher 1549 erfolgte, noch die unwandelbar bestimmteForm der großen Basilika.

Unter Julius III. , seinem Naichsolger, erneuerte die In-trigue alle ihre Anstrengungen ge^en Michel Angelo. Manmachte ihm den Vorwurf, dem Jnmern des Tempels zu wenigLicht gegeben und das, was vor ih>m bestanden, umgestürzt zuhaben. Der Papst ließ die Gegenjstände dieser Klagen unter-suchen. Das Resultat dieser Untcrssuckung aber war eine Be-stätigungsurkunde des Diploms Pamls III. Endlich war Trotzalles Wechsels der Päpste und mitttcn unter den Besorgnissen,