Band 
Erster Band.
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Sansovino.

gezierte Gewölbe und mehrere Gemälde von berühmten Mei-stern. Der andere Theil des Gebäudes, zu welchem manmittels einer Treppe gelangt, die mit der oben erwähnten inVerbindung steht, geht auf die kc-sclroriu und ist für dieGeschäfts-Bureaur bestimmt. Von Sansovino wurde wirklichnichts vollendet, als die Construktion des Platzes, welchen dieBibliothek einnimmt, das Museum und die Treppe. DieZufälle, die sich in der Folge ereigneten, werden uns Veran-lassung geben, noch einmal auf dieses große Gebäude zurückzu kommen.

Indessen dürfen wir es nicht verlassen, ohne einer angeb-lichen architektonischen Schwierigkeit zu erwähnen, womit San-sovino damals alle Architekten beschäftigte, und deren Lösunger gefunden zu haben glaubte.

In den dorischen Colonnaden ihrer Tempel endigten dieGriechen die Ecken derselben durch einen Dreischlitz, welchernicht genau senkrecht auf die Achse der Eckfäule fiel, underweiterten nach und nach den Zwischenraum der Metopenan den Ecken des Frieses. Die Römer, welche die Verhält-nisse und den Charakter der dorischen Säulenorvnung sehrmodifizirt hatten, fanden es, statt die Ecke ihres Friesesdurch einen Oreischlitz zu beendigen, für ihre neue Anordnungpassender, denselben durch eine halbe Metope zu ersetzen, wieauch Vitruv lehrt, indem er sich des Ausdruckes semi nietopubedient. Statt nun unter dieser halben Metope nur ein an-näherndes Maas, und wörtlich eine in zwei gleiche Theilegetheilte Metope auf jeder Seite der Ecke zu verstehen,dachten sich die Neueren darunter die nach aller mathematischenStrenge genau abgetheilte Hälfte der im Friese laufenden Me-tope, was aber nicht seyn kann, sobald man die Ecke desArchitravö senkrecht auf den Stamm der Säule fallen läßt.Sansovino, der es hier nicht mit einer Ordnung freistehenderSäulen, sondern mit halben Wandsäulen an Pfeilern zu thun