Band 
Erster Band.
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Galeazzo Alessi . 287

Kenntniß seines Genie's oder zur Vergrößerung seines Ruhmesbeitragen könnte.

Dasjenige Werk aber, welches am Meisten geeignet, eineIdee von seiner Fähigkeit als Architekt von Geschmack undgeschickter Baumeister zu geben, ist das Gebäude der Bank.Die Genueser nennen die Loge der Banquiers un del a-rsrcko(einen schönen Zufall) als ob ihr schönes Dach blos einemglücklichen Zufalle zu verdanken. Und doch gibt es in solchenArbeiten nichts Zufälliges, als das Auffinden eines Mannes,welcher fähig ist, sie zu unternehmen und zu Stande zu brinrgen. Galeazzo Alessi bewies bei dieser kühnen Construktion,daß er im höchsten Grade die Kunst besaß. Großes mit dergrößten Sparsamkeit der Mittel auszuführen. Man bewunderthier die sinnreiche Anwendung des Bauholzes von unbeschlage-ncn Tannen und die Kunst, mit welcher alle Stücke auf diesemgroßen Dache so vertheilt sind, daß sie die größte Soliditätohne Druck auf die Stützen hervorbringen, die überdieß indiesem großen Umkreise nicht sehr dick sind. Die nämlicheOekonomie der Mittel und die nämliche Leichtigkeit der Ma-terialien bemerkt man an dem Gewölbe, welches von innennothwendig gedrückt ist. Dieses Gewölbe ist mit Stuckatur-Arbeiten verziert, die auf Rohr aufgetragen sind, welches aufeine Holzconftruktion aufgenagelt ist.

Die äußere Anordnung der Loge der Banquiers besteht inihrem ganzen Umfange aus Arkaden, welche statt der Pfeilerauf zwei gekuppelten dorischen Säulen von Marmor ruhen.Ueber diesen Arkaden erhebt sich eine Attika, die mit Feldern ge-ziert ist. Die drei der Eingangs -Fa^ade haben Tropheen inBasreliefs. Die Ecken des Gebäudes sind durch Bossagen ver-stärkt. Die Länge dieser Loggia beträgt 105, ihre Breite 65 Fuß.

Der längste Artikel würde, wenn man Nichts auslastenwollte, die Anzeigen aller Arbeiten Galeazzo's Alessi und allerDenkmäler nicht erschöpfen, womit er die Stadt Genua und