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sich stets vermehrt und immer vermehren muß, so lange mitder gesunden Kritik deö Geschmackes noch Liebe für Werkedes Gcnie's herrschen wird.
Wir sprechen hier von der reizenden Villa jsts, sonstLatziuo clol jmpa genannt, welche die Hauptzierde der Gär-ten des Vatikan's, eine kleine Schöpfung, aber die origi-nellste vielleicht der neuern Architektur ist. Sie ist auch amMeisten geeignet, uns eine lebhafte und richtige Idee vondem Bilde zu geben, das uns alte Autoren von ihren Land-häusern entworfen; und was etwa an demselben noch fehlenmag, kann unsere Einbildungskraft sich aus den wenigen,dem Zahn der Zeit entgangenen Ueberresten alterthümlicherWohnungen sehr leicht ergänzen. Wenn man sowohl in denMannichfaltigkeiten des Plans der Villa xia, als in denso eleganten Details ihrer Aufrisse Alles betrachtet, was ihrGesammtganzes Seltenes und von solcher Originalität dar-stellt, daß keines von den neueren Werken damit zu verglei-chen, so wird man versucht zu glauben, daß Pirro Ligorio diese Composition von einem unbekannten Ueberresic oderBruchstücke eines der Lusthäuser irgend eines Lucullus ent-lehnt. Gewiß aber war dieß nicht der Fall; und selbst wenner möglich gewesen, hätte Pirro Ligorio einer solchen Hilfs-quelle nicht bedurft. Er wußte etwas Besseres zu thun, alssich ein alterthümliches Werk anzueignen, oder dasselbe ineinem seiner Projekte durchzuzeichnen: er wußte sich dieGrundsätze und die Quelle selbst eigen zu machen, worausdie Alten geschöpft. Ohne allen Zweifel ist seine Villa piaein Ausfluß derselben, und sein Geist ganz voll, wie wirsehen werden, von den Ideen, den Formen, den Doktrinenund den Gebräuchen des Alterthums, würde sogar Nichtsaus sich selbst hervorbringen können, was nicht die Alten,wenn Einige von ihnen wieder auf die Welt zurückgekehrt,für ihr Werk erkannt haben würden.