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nola sollte sich den andern Tag nach Caprarola begeben. Aberin der nämlichen Nacht befiel ihn ein Fieber, welches ihm vorKurzem eine Unpäßlichkeit verursacht, von der er noch nichtvöllig wieder hergestellt war, und brachte ihm am siebenten Tageschon, in seinem sechs und sechzigsten Jahre, den Tod.
Die Akademie der Zeichnungskunst hielt ihm prächtige Ob-sequien. Sein Leichnam wurde mit vielem Gepränge unterBegleitung aller Akademiker in die Kirche der Rotunde (dasPantheon ) getragen und dort begraben. Man hielt es füreinen glücklichen Einfall, die Ueberreste des eifrigsten Anhängersder alterthümlichen Kunst in dem schönsten Ueberrest der alter-thümlichen Architektur beizusetzen.
Wir haben hier nur der Hauptwerke Vignola's, das heißt,derjenigen erwähnt,- auf die sich hauptsächlich seine Celebritätgründet. Wir hätten, -l ne indessen seine Ansprüche auf Ruhmbedeuten ;u vermehren, diesen Artikel noch durch die Beschrei-bung mehrere, seiner übn Werke, z. B. der 6tu<lio puftlicozu Bologna , des Wai>^<"nphuheaters der Villa Lor^liese zuFrascati , der Kirche der äani? .^nns cke' kalatrenieri zuRom , des Oratoriums von St. Marcellus und verschiedenerPaläste, die man ihm zuschreibt, um Vieles verlängern können.
Aber wir beschränken uns hier nur noch auf wenige Worte,die übrigens Stoff zu langen Entwickelungen bieten könnten,nämlich: auf die unerläßliche Erwähnung des Werkes, welchesunstreitig Vignola den dauerhaftesten Ruhm verbürgt und sei--nen Namen noch in frischem Andenken erhalten wird, wenndie Hand der Zeit längst schon alle seine Gebäude zerstört.Dieses Werk ist seine Abhandlung, in welcher er die Architek-tur in Regeln gebracht, indem er den Verhältnissen derselbendurch übereingekommene und einem unveränderlichen Grundsätzeunterworfene Maaße so viel möglich eine feste Bestimmung gege-ben. Dieses Werk wurde in alle Sprachen übersetzt. Erschrieb es in den letzten Jahren seines Lebens, also zu einer