Buch 
Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
JPEG-Download
 

28 v,Clalſl. XXII. Vom Feder⸗Viehe und Gefluͤgel.

qf.Katzen/ Weſel/ Marder/ Geyer/ Nacht, Eulen/ Schlangen/ Nattern/ oderdergleichen Ungeziefer nicht zu ihnen kommen koͤnne.

3. Die Huner⸗Fenſterlein ſollen in Rahmen ſich uͤberſich auffzjehen laſ-ſen/ damit man dardurch die Huͤner auß⸗ und einlaſſen moͤge/ es ſolle aber die-ſes Lufft·Fenſterlein gegen Auffgang der Sonnen gemacht werden.

4. Auſſerhalb im Hofe kan man ein Huͤner Stieglein machen/ daßſelbiges von der Erden biß an voriges Fenſterlein reichen moͤge.

5. Innenwendig ſolle man nach Anzahl der Huͤner etliche Sitz⸗Staͤng-lein/ ohngefehr 1. ooer 2. Schuh hoch/ von dem Boden des Haͤußleins anzu-rechnen/ auch 2. oder 3. Schuh hoch weit von einander machen; Es ſollen aberdieſe Sitz ·Staͤnglein ohngefehr eines Daumens oder Zolls breit/ viereckichtund nicht rund gemacht werden.

II. Anbelangend die Wahlund Guͤte der Huͤner/ ſo ſolle die Hauß-Mutter oder Meyerin.

1. Die jenigen ziehen/ oder nehmen/ welche Kaͤſtenbraune oder rotheFedern haben/ alſo auch die/ ſo ſchwartze Fluͤgel haben/ oder gantz ſchwartzſeynd; dann die weiſſen und grauen Huͤner ſeynd nicht ſo gut/ indeme ſitnicht ſo viel Eyerlegen/ auch nicht ſo wolgeſchmackes Fleiſch haben/ und ſeynduͤbel auffzubringen.

2. Eine gute Henne ſolle ſeyn.

1. Mittelmäſſig.

2. Soll haben einen groſſen Kopff.

3. Einen ſtarcken und rothen Kamm.

4. Einen ſtarcken und vierſchroͤttigen Leib.

z. Einen jangen Halß.

6. Eine breite und vollkommene Bruſt.

3. Eine kleine Henne legt vielmehr Eher dann ein groſſes Hun/ ſie maga-ber nicht beſonders bruten.

4. Die groſſen Huͤnner taugen nicht zum Eyer legen/ derowegen ſeynd diemittelmaͤſſigen die beſten/ inſonderheit wann dieſelbigen groſſe Fluͤgel unddick von Federn uͤber den gantzen Leib ſeynd.

z. Ein guter Hauß⸗Han ſolle ſeyn.

1. Von Farb/ rothfarb/ braun/ oder ſchwartz.

Solle einen wolgeſetzten Leib haben. 8

Enne ſchoͤne rothe oder zugekaͤrbte Kron oder Kamm.

Einen langen Halß.

Schoͤne groſſe Flugfedern.

FEinen kurtzen/ krummen/ dicken Schnabel.Feine ſchwartze/ rothe/ gelbe oder graue Augen.

+ v

2

8. Rothe