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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſſ. XXII. Vom Feder⸗Viehe und Gefluͤgel. 281

8. Rothe Backen.

2. Lange Goldgelbe Federn am Halſe.

10. Skarcke ſchuppichte und lange Schenckel.

11. Starcke und ſpitzigte Spohren.

12. Einen auffrechten dickbuſchichten und krummen Schwantz.

6. Zu zwoͤlff Hennen ſolle man nicht mehr als einen Hanen halten/ fuͤrAlters hat man zu fuͤnff Huͤnern nur einen Hanen gehabt.

7. Die jenigen Huͤner/ ſo fuͤnff Klauen oder Spohren haben/ wie einHan die ſeynd allwegen wild/ brechen und freſſen die Eyer/ und bruͤten nichtgerne.

8. Die zu garzu feiſte/ oder die Bauchfluͤſſige Huͤner/ legen Eyer/ ſonichts nutz ſeynd. 1

8 Die jungen Huner wiſſen nicht zu bruͤten/ noch die jungen Huͤnlein

ꝛu füͤhren.10. Die jenigen Huͤner/ ſo die Trauben⸗Beer abfreſſen/ legen nicht gerneEyer/ derowegen ſolle die Meyerin ihnen daſſelbige verwehren.

III. Die Wartung der Huͤner beſtehet darinn/ daß man die Huͤner-Neſter zum offternmal mit friſchen Spreuer bezettele/ und oben den Huͤner-Miſt von den Sitz⸗Staͤnglein auffs wenigſte alle Wochen einmal abkratzenlaſſe/ in gleichen das gantze Huͤner⸗Hauß außputze/ worzu man dann eigeneKruͤcken und Schaͤufflein/ auch beſondere ſtumpffe Beſen haben ſolle.

2. Die Magd ſolle alle Abend bey Untergang der Sonnen das Huͤner-Hauß jederzeit fleiſſig zumachen/ zuvor aber hin und wieder ſehen/ ob ſichetwan ein oder anders Hun nicht auff einem andern Ort verſteckt/ geſetzt oderverlauffen haͤtte.

3. Der Huͤner Trinck⸗Geſchirr ſolle die Magd ebenmaͤſſig im Win-ter alle Tage zweymal/ und im Sommer dreymal ausſchwancken und auß-waſchen/ ſelbige mit ſauberm und friſchem Waſſer wiederum fuͤllen/ und denHuͤnern dann ſonſten bekommen ſie von dem unreinen Getraͤnckden Pfppffs.

4. Man ſolle ihnen auch an gewiſſe Oerter/ wo die Sonne hinſcheinerfriſche Spreuer auff den Miſt/ oder nahe an die Scheuer/ auch Sand und A-ſchen ſchutten/ alſo daß ſie darinn ſcharren und wuͤhlen koͤnnen.

5. Wann ſie des Außfliegens uͤber die Zaͤune und Mauren gewohnen/ſo ſolle man ihnen die groſſe Flug. Federn außropſten/ oder aber man ſolle auffdie Mauren und Zaͤune hohe Reiſer oder Dorner ſtecken.

6. Nabhe beydem Huͤner, Hauſe kan man von Reiſſigt oder Dannen-Aeſten gleichſam etliche Häauslein/ oder von Gegitter oben mit einem Oeckelund unten mit einem Loch/ daß die Üie. und einlauffen/ auch dem 8

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