6. Kap.)
Friedrich'« des Großen Tod.
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Brannschweig, Zweibrücken, Hessen - Kassel, AnSbach > Baireuth, Baden,Anhalt und Mainz. Die Mitglieder verpflichteten sich, die Verfassungdes deutschen Reiches nach ihrem Wesen und Bestände, wie den rechtmäßi-gen Besitz der Reichsstände, nöthigenfallS mit den Waffen aufrechtzu-erhalten.
Der Kaiser protestirte gegen diesen Bund, als der Grundverfassungdes Reiches zuwider. Allein vergebens; denn die Verbündeten beriefensich auf einen Artikel des wcstphälischen Friedens, wonach den Reichsstän-den Verbindungen untereinander, wie mit dem Auslande, freistanden, wennsie nur nicht gegen den Kaiser und das Reich gerichtet waren.
70. Friedrich'- des Großen Tod (17. August 1786).
Der Fürstcnbund war des großen Königs letzte politische That. DieKricgsstrapazen, denen er sich schonungslos aussetzte, die angestrengtenArbeiten im Cabinete und eine ziemlich ungeregelte Diät hatten ihmeine gefährliche Gicht zugezogen. So gut nämlich im Uebrigen derKönig seine sinnlichen Lüste zu beherrschen wußte, sowenig vermochte er seinenGaumen zu bezähmen. Er liebte vor allen stark gewürzte und fette Spei-sen und litt daher öfters an Unverdaulichkeiten, die mit Wassersucht en-deten. Am 24. August 1785 hielt er bei der Revue in Breslau bis zuEnde aus, obwohl der Regen in Strömen herabstürzte. Sein Uebel ver-Wimmerte sich um so mehr. Der Winter brachte ihm fürchterlicheSchmerzen und schlaflose Nächte. Im Frühjahre 1786 zog er nachSanssouci, von der Landlust Besserung hoffend. Allein im Juni war dieGeschwulst schon so stark, daß er nicht mehr im Bette liegen konnte, son-dern die Nächte in vorwärtsgebückter Stellung auf seinem Stuhle zu-bringen mußte. Der hannöverschc Leibarzt v. Zimmern, ann kam nachBerlin, um ihn zu heilen; allein der König hielt durchaus keine Diätund so gab ihn jener als unrettbar aus. Friedrich merkte beim AbschiedeZimmermann's, daß sein Tod nahe sei. Aber er sah ihm mit festem Augeentgegen. Am 16. August stellte sich schon zeitweise Bewußtlosigkeit ein,und in der Nacht fing er an zu phantasiren, während das Röcheln zunahm.Donnerstag den 17. August Morgens um 2'^ Uhr entschlief er, um aus-zuruhen von seinen Thaten, welche jenem*Zeitalter den Stempel seinesGenius aufdrückte». Niemand von der Familie, auch kein Minister, warum ihn. Friedrich hatte gewünscht, im Garten von Sanssouci beerdigtzu werden. Sein Nachfolger fand eS angemessener, ihn unter der Kanzelder Garnisonskirche in Potsdam beisetzen zu lassen. Unbeschreiblich istder Eindruck, den die Nachricht seines Todes in allen Ländern hervor-
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