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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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326 Claſſ. XxVlI. Von Gaͤrten.

;;ᷓnaᷓnqNygygN1. Der ſchaͤdliche Grund iſt vornemlich fuͤnfferley Arten/ deren jede venObſt · Baͤumen ſchaͤdlich/ und nichts nutzet: Als.Der laimichte Kreid⸗Boden iſt nichts nutz zuPflantzung der Baͤu-me; Die Verbeſſerung aberdieſer Erden iſt/ wann man den laimichten Grundmit Sand vermenget/ und wol unter einander ruͤhret oder hacket/ hernach dieaußgegrabene Loͤcher darmit außfuͤllet.2. Gar zu duͤrr und feuchte Erden iſt auch den Obſt⸗Gaͤrten nichts

3. Starcker/ lettichter und ſteinigter Boden iſt den Obſt⸗Gaͤrteningleichen ſchadlich/ dann die Fruͤchte darauf werden ungeſchmack/ und unge-ſtalt/ und laſſen ſich nicht auffheben; Dieſen Grund zu verbeſſern/ muß man ſotieff graben/ biß man gute Erden findet.

4. Der ſandichte Boden iſt auch nicht viel nutz zur Pflantzung der Obſt-Baͤume/ deſſen Verbeſſerung muß ſeyn von ſchwartzer feiſter Erden/ in-gleichem auch mit alten kurtzen Miſt/ ſo mit gegrabener Erde vermiſchet ſeyn

olle.

z. Allzuwaͤſſerichter Boden iſt den Obſt⸗Baͤumen auch nicht gut/ ſeine Verbeſſerung muß mit Sand und anderer Erde geſchehen/ auch ſollen hinund wieder Graͤben zwiſchen die Baͤume gemacht/ dardurch das uͤberfluͤſſigeWaſſer koͤnne abgezogen werden.

II. Der nuͤtzliche Grund und die beſte Erde/ ſo zur Pflantzung derObſt. Baͤumedienlich/ ſolle dunn und muͤrb ſeyn; Auch nachfolgende vier Kenn-Zeichen nach den vier aͤuſſerlichen Sinnen haben. Nemlich:

1. Mach dem Anſehen.

2. Mach dem Fuͤhlen.

3. Nach dem Geſchmack.

4. Mach dem Geruch.

1. Nach dem Anſehen ſolle die beſte Erde ſchwartz ſeyn/ je ſchwaͤrtzer/beſſer/ ſolche ſchwartze Erde aber ſolle nicht feucht oder ſumpfficht

eyn.

nutz.

2. Nach dem Anruͤhren/ wann man mit den Fingern fuͤhlet/ daßdieſelbige feiſt/ muͤrb oder geſchlacht iſt.

Das Fett bleibet an den Fingernhangen und kleben.

Das Muͤrbe laͤſſet ſich zerreiben/ und dieſe beede Erde ſeynd gut.

Was aber ſchwer und ſchollig iſt/ auch an der Reit/ Hauen/ SchauffelnSpaken/ und dergleichen/ hangen bleibet/ iſt untauglich und ungeſchlacht. Dasaber kan mit Aſche/ Kalch/ und guter Bemiſtung verbeſſert werden/ welches denfleiſſigen Hauß⸗Vatter die taͤgliche Experientz und Erfahrung ſchon ferner leh-

ren/ und unterrichten wird.1 3z. Nach