Claſſ. XXVI. Von Gaͤrten. 337
ben/ alſo/ daß ſie den Schnitt wol leiden moͤgen/ mag man dieſelbige alsdannwol abnehmen. 1
3. Wann das dritte Jahr vorbey/ ſo mag man die Staͤmmlein wol ſaͤu-bern/ und die Neben⸗Schoß abſchneiden/ damit alſo der Stamm des Meſſersnicht allein gewohnet/ ſondern auch der Safft/ ſo ſonſten in die Neben⸗Schoſſegehet/ dem Stamm zum beſten komme.
4. Unter den erſten dreyen Jahren der Zeit uͤber/ ſolle man auff der Erde/um die Staͤmmlein/ alles Unkraut fleiſſig außgetten/ dann es ſonſten dem85 am Wachsthum ſchaͤdlich/ bevorab/ wo etwann Mooß ſich anle-gen wolte.
2. Die junge ſchwancke auffgeſchoſſene Staͤmlein ſolle man fein geradv Pfaͤhle hefften und auffbinden/ damit ſie deſto beſſer uͤber ſich wachſenmoͤchten.
Die Zweige/ Pfropff⸗und Impffung betreffend/ ſo hat der Meyerkuͤrtzlich nachfolgende Stucke zu wiſſen vonnoͤthen.
4. ö Psnens. gII. ie Waͤhlung der Pfropff· Keiſer.III. Die veit und Ort des Abnehmens und Pfropffens zu-
leich.
IV. Die der Beiſer.
V. Die Waͤhlung der Pfropff Staͤmme.
VI. Den Unterſchied der Art des Pfropffens
VII. Von dem Werckzeug zum Pfropffen gehoͤrig.
VIII. Von der Pfleg⸗und Wartung der gepfropfften Baͤume.
IX. Vonunterſchiedlichen fropff⸗Keonſten
1. Anbelangend den Unterſcheid des Namens/ ſo iſt zu wiſſen/daß Pfroffen/ Impffen/ 49—2 Encken/ Botten/ einerley iſt/und alſo alhier insgemein und ohne Unterſcheid der Arbeit verſtanden werdenolle 8
5 Bey Waͤhlung der Pfropff⸗Reiſer hat der Meyer nachfolgendeszu wiſſen.
1. Die Pfropff⸗Reiſer ſollen von den naͤchſten Spitzen und Haupt⸗Aeſtendes oberſten Gipffels der mittelmaͤſſigen/ geſunden und fruchtbaren Baͤumegenommen werden/ dann die von gar alten und unfruchtbaren Baͤumen/ ſoweder bluͤhen/ noch Fruͤchte mehr tragen/ und herfuͤrbringen/ ſeynd derowegenzu dem Pfropffen untaulich/ und nichts nutz-
2. Die Pfropff.Reiſer ſollen in der Dicke eines ſtarcken Federkiels/ vollerSafft/ und dich mit groſſen Augen und vngg beſetzet ſeyn. 6.8