Claſſ XXVI. Von Gaͤrten. 33
6. Manſolle die Arbeit des Pfropffens bey ſtillem undklarem Wet-24 a.; und iſt nichts daran gelegen/ wann es gleich ein wenig ge-feuchtet.
7. Das Pfropffen aber ſolle man unterwegen laſſen/ wann kalte Nord-oder Oſt⸗Winde wehen.
Nota. Esſollen die Stunden Vormittag darzu erwaͤhlet/ und obbemeldteſchadliche Zeichen/ wann dieſelbige drey oder vier Tage vor demneuen Liecht ſich ereignen/ vermieder werden/ und alſo muß man diePfroff⸗Arbeit ſtehen laſſen/ biß daß ein ſanffter Wind und ein beſ-ſer Zeichen eintritt/ ja auch/ da es gleich biß zum Vollmond ſich ver-ziehen ſolte; Dann drey Tage vor oder nach dem Wedel kan manwol pfropffen.
IV. Wie man die abgenommene Pfropff ⸗ Beiſer verwahren/und 8 ferne Ort verſchicken ſol/ ſo kan ſelbiges autf vielerley Weiſe geſchehen/nemlich:1. Man bindet jede Gattung beſonders mit gelindem Baſt/ und be-zeichnet ſelbige mit Numeris, oder geſchriebenen Zettlein/ beſtreichet ſie her-nach unten biß an das Band/ mit angefeuchtem Lett und Latmen/ verwah-E9 9. Wes /fuͤr die Lufft und Sonnen/ leget ſelbige in ein Koͤrblein oder
achtel.
Noca. Um den Letten oder Laͤimen kan man ein naſſes oder feuchtes Tuchſchlagen/ damit der Letten friſch bleibe/ und ſo das Tuch bald trock-nen will/ muß man ſelbiges wieder feucht machen.
2. Andere nehmen friſche Ruͤben/ und ſtecken die Pfropff⸗Reiſeram ab-geſchnittenen Ort darein.
3. Etliche ſchneiden von den langen Cucumern auff/ und legen diePfropff⸗Reißlein in beyde Theile und binden ſie hernach zu.
V. Anbelangend die Waͤhlung der Staͤmme/ worauff man pfropffen
will; ſind dieſelbige vornemlich zweyerley.1. Fahme/ oder.II. Wilde Staͤmme. 1
1. Voͤn den zahmen oder wilden Staͤmmen waͤhlet man zu demPfropßen die jungen auß/ ſo ſein gerad/ eben/ und nicht krumm/ auch eineglatte Rinde haben. 2
2. Die Dicke des Stammes zum Pfropffen dienlich/ ſolle nicht dunnerals ein Zoll/ und dicker als ein Manns⸗Bein ſeyn.. 23. Die Hoͤhe des Stammens wird vornemlich auff dreyerley Weiſe er-
waͤhlet: Als88 Uu ij 1. Wann