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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſf. XXv. Von Gaͤrten.

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1. Wann der Stamm nur ſo dick als ein Daume oder Zoll/ ſo ſaͤgetman denſelbigen einen halben Schuh hoch uͤber der Erdenab.

2. Wann der Stamm Arms dick/ zween Schuhe über der Erde

3. Eines Schenckels dick/ vier Schuhe hoch

Was aber dicker Holtz hat/ als Schenckel dick iſt/ dieſes pfropffet manlieber auff den Aeſten.

Nota. Die abgeſaͤgete Blatte wird von etlichen Baum⸗Gaͤrtnern die Cron/und der ſchraͤge Schnitt des Pfropff⸗ Zweiges aber der Reh⸗Fuß ge-nennet.

4. Der Meyer hat auch hierbey noch ferner zu wiſſen/ daß man auff jedenvor⸗beſchribenen Stamm nicht allerley Zweige ohne Unterſchied pfropffenmoͤge; Dann etliche ſeynd zum Pfropffen nicht bequem/ als Maulbeer/ Wahl-nuͤſſe/ Cornellen: Ingleichen Tannen/ Fiechtem und Forchen; Hingegen laſ-ſen ſich gerne pfropffen Aepffel⸗Reiſer auff Aepffel⸗Staͤmme oder Baͤume/und derer unterſchiedliche auff einem Stamm/ derowegen ſolle fur eine gemeineNesn jederzeit dieſes gehalten werden/ daß man gleiches auff gleiches Geſchlechtpfropffet.

. Auſſer dieſen kan man auch wol pfropffen/ Birn auff Quitten/ Abricoſenauff Pßlaumen/ Pfirſing auff Mandeln oder Pflaumen/ Pflaumen auff Man-deln und Abrſcoſen/ Meſpeln auff Hagdorn. 8

1v. Den Unterſcheid des Pfropffens betreffend /ſo finden ſich vornem-lich ſechſerley Arten nemlich.IL Im Spalt.II. In die RindeIII. In der Kerb.IV. Mitden Aeuglein.V. Mit dem Roͤhrlein.VI. Durch Abſeugeln.

J. Im Spalt zu pfropffen muß man zuvor wiſſen/ ob man auff demStamm/ worauff man zu pfropffen in Willens iſt/ nur ein oder mehrPfichfe RFeſer ſetzen will/ muß man alsdann denſelben ſolcher Geſtalt ab-

neiden/ nemlich/ wann man nur ein Reiß darauff pfropffet/ ſo wird der-ſelbige an einen Ort/ dadie Rinde glatt und ſauber/ auch ohne Zerreiſſungmit einer ſcharffeu Hand⸗Saͤge ſchröͤtt abgeſchnitten/ und wird di

auff dem Schnitt der Reh⸗ Fuß genennet/ wie oben erinnertworden.

2. Dafern man aber mehr als ein Reiß pfropffen will/ ſchneidet man denStamman gehoͤrigem Ort nur glatt und eben ab.

Bey