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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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2. Man nimmt Wachs. Theil.Terpentin/ undBech/ jedes 1. Theil.Das Wachs ſchneidet man klein zu duͤnnen Schnitten/ das Bech aberklopffet man ſein klein/ thut hernach alles mit einander in einen irrdenen ver-laſten Stollhafen/ oder alte Pfanne/ laͤſſet es uͤber einem ſanfften Kohlfeuerwol zergehen/ und mit einem Holtz wol durch einander geruͤhret/ wann es dem:nach zergangen/ ſo gieſſet man es in ein kaltes Waſſer fein breit aus eimander/und hernach aus dem kalten Waſſer mit den Haͤnden wol durch einander gear-beitet; Man muß aber die Haͤndemit Baum⸗Hel oder Fett anſchmieren/damit die Baumkuͤtt/ oder Baum⸗Salbe fein geſchlacht werde.Ein anders.

3. Man nimmt gelaͤutert Fiechten⸗Pech/ oder Hartzund Wachs/ eines ſoviel als des andern/ zerlaͤſſet eines mit dem andern in einem irrdenen Geſchirroder Stoll. Haͤfelein/ thut hernach Lein⸗ Oel darunter/ temperirt oder vermi-ſchet es wol durch einander/ daß es ſich fein gelind aufſtreichen laͤſet/ und nichtzu hart/ oder zu dunn ſeye: Wann es demnach gelehrter Maſſen gemacht iſt/ ſonimmt man deſſen einen Luͤffel⸗voll heraus/ und gieſſet es auff kaltes Waſſer/das es geſtehe/ und verſucht oder probirt es mit den Fingern/ ob es zaͤhe genugund tuͤchtig ſeye/ die Baͤume darmit zu beſtreichen.

Nota. Wann es noch zu hart/ ſo muß man mehr Oel darunter thun/ biß

daß es fein geſchumidig/ gelind/ und zart zu ſtreichen iſt.8 lud.

4. Man nimmt Gemein Hartz 2. Pſund.Gelb Wachs 1. Pfund.Terpentin. Pfand.

Dieſes alles uͤber einem gelinden Kohlfeuerzu einer gelinden Pflaſter-Salbe gemacht/ und damit dit abgeſchnittene Staͤmme des Pfropffens ver-wahret.

Nota. Auff dem Land gebrauchen ins gemein die Bauren nur weichen Laͤi-men an ſtatt des Pee. h 7 und verſtreichen die Blatte desStammes darmit/ bedecken es mit Leinen⸗Tuch/ und Mooß dar-

uͤber/ verbinden es Creutz⸗weiß mit Baſt.

r. Die Verbindung des Stammens betreffend/ ſo leget man auff diemit beſchriebenem⸗Pfropff⸗Wachs verſtrichene Blatte des Stammes ein dop-peltes Pappier/ und verbindet ſolches mit roth⸗geſpaltenen Weyden/ oder mitBaſt/ jedoch nicht zu hart/ abſonderlich was Stein. Obſt iſt/ dann daſſelbigewaͤchſet ehe und mehr/ als das Kern⸗Ooſt.

2. Den