394 Chſſ. XXVI. Von Garten.(wie oben erinnert worden/) gerichtet werde/ damit ſelbiges ausdem Stamm ſeine Nahrung bekommen/ und deſto ehe und beſſer be-kleiben moͤge.
5. Die Verbindung deß Pfropff⸗Reißleins betreffend/ ſo muß manden abgeſchnittenen Stäaͤmm auff der Blatten/ wie auch/ wo derſelbige bey demeingeſetzten Reiß geſpalten/ mit Pfropff⸗oder Baum⸗Wachs verſtreichen/ ſomit einem breiten Eiſen oder Meiſſel/ ſo beym Feuer warm gemacht/ zumfuͤglich-ſten geſchehen kan/ hernach mit Baſt verbinden. Es ſolle aber das Gebaͤndnicht zu ſtarck/ ſondern etwas luck gelaſſen werden/ damit das Wachsthum die-ſer Arbeit nicht verhindert werden moͤge.
Nota. Die Stein⸗Obſt⸗Staͤmmer wachſen viel ehe und mehr/ als die vom
Kern,Obſt.
So man will/ kan man die Blatte deß Stammens fuͤr dem Regen auchmit einer Haube von Laimen/ und mit Gemuͤeß darum bekleiden/ alſo/ daß dasAeuglein auch ſolcher Geſtalt fuͤr Froſt und Reiffen beſchuͤtzet werden moͤge;Es ſoll aber auch ſolche Haube mit Baſt Creutzweiß verbunden/ und fuͤr demAbwerſſen deß Windes verſichert werden.
Damit aber dem fleiffigen Baum⸗Gaͤrtner nichts ermangele/ und derſel-bige auch wiſſen moͤge/ wie das Pfropff⸗oder Baum⸗Wachs zugerichtet wer-den ſolle/ ſoiſt deſſelben Zurichtung mancherley. Wir ſetzen aber zur Nach-richt folgende:
1. Man nimmt Gelb Wachs ⸗Einen Theil.Gemein Hartz ⸗ Zween Thell.Oder:2. w. Texpentin„ 1. Pfund.Hartz„ 1. Pfund.Lein⸗Oel ⸗ 4. Loth.Gelb Wachs;z. Pfund.Item:3. P. Hartz’ 8’. 5Wahs- Jedes⸗ LohSchmeer⸗ Jliud:
Eines ſo viel/ als des andern.
In einem irrdenen Geſchirr oder Pfaͤnnlein mit Lein⸗Oelzerlaſſen/ und wolunter einander geruͤhret/ hernach in eine Schuͤüſſel voll kaltes Waſſer ausgegoſ-den Haͤnden wol durch einander geboͤhret/ und zum Gebrauch 2ret. Nota,