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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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denn sie bezogen sich auf die Elemente im Menschen, unddie sind einfach. Er wollte in seiner Republik keineStünde und Klaffen, sondern nur ein Staat, ein Gemein-wesen, ein Wesen, das Allen gemein war, angehörte, unddas Niemand, keinen Feind fürchtete. ES war das Sy-stem des Eisens, das er gegen die angrenzenden Barbarenund die Unterdrücker der Freiheit aufstellte. In seinerVerfassung vereinigten sich drei Prinzipe, das Demokra-tische die Volksversammlung, das Aristokratische dieErsten der Republik und das Monarchische in den bei-den Königen. Also Enthusiasmus im Volke, Weisheitin der Berathung, Schnelligkeit in der Vollziehung.Solon mußte Stände und Klassen anerkennen, weildie Natur sie bereits anerkannt und geschaffen hatte;aber seine Gesetze sorgten für ihre naturgemäße Entwick-lung, für ihre Interessen, und sie wurden dadurch orga-nisch verbunden und so zugleich am besten garantirt. Wenndie vierfach gebrochene Staatsgewalt, bei welcher dasVolk nur etwa den vierten Theil davon besaß, und diehöchsten Amtsstellen nur durch großen Besitz und eben sogroße und zugleich schon bewährte Staatsweisheit konntenerhalten werden auch nicht lange dauerte,*) so bliebdoch das Prinzip der Gesetzgebung fest und unabänderlich.Ihr Ziel und Zweck, den ganzen Menschen auszubilden,Wissenschaft, Kunst und Industrie mit kriegerischer Kraftund politischer Größe zu verbinden, erreichte Solon.

So wie diese zwei Städte die vorzüglichsten Verfas-sungen und Gesetze hatten, so waren sie auch zugleich die-jenigen, welche Griechenland von dem angedrohten persi-schen Joche befreiten. Der Ruhm von Marathon gehörteden Atheniensern, und auch der von Salamis, wennnicht ausschließlich ihrer Macht, doch ihrem Geiste, da

») Als Pifystratus die Verfassung änderte, sagte Solon: das athe<niensische Volk geht den Fußstapfc» des Fuchs nach. Plutarch.