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1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
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Gethürmten frei lasse und die Ausgezogenen ihres Gutesnicht beraube. Dreimal sandten sie ihre Boten, aber je-desmal vergebens. Die von Zürich hatten vorgestellt, daßdie zu ihnen übertretenen ihre Leute seyen, daß Schwyzauf sie kein Recht mehr habe; sie bewiesen in siebenzigbesiegelten Briefen, daß der Abzug von hieher frei war.8a, antworteten die Katholischen, vor dem Abfall, aberauch hier nur erbsweife. Das Gut könne man nicht fol-gen lassen, indem es die Freistellung des Glaubens bewir-ken würde. Der freie Zug sey nicht in den Bünden. Indem Landfrieden heiße es: daß jeder Theil den andern un-gehindert und ruhig lassen solle. Das hätten die von Zü-rich nicht gethan, denn in den geheimen Zusammenkünf-ten zu Schwyz und Art seyen Züricher gewesen." DieSchwyzer, in der Meinung ein Beispiel geben zu müssenund durch eine blutige Schärfe vor solchen Conventikelnzu warnen und abzuschrecken, schlugen denen, welche inihrer Gewalt waren, den Kopf ab. 8n Zürich empfandman dieses Verfahren hoch. Man hat unsere Gesandte«,sagte man da, in Schwyz schmählich behandelt, sie sindverachtet worden, ihre Bitte, um eine kurze Verschiebungdes Urtheils ist nicht in Betrachtung gezogen, sondernim Gegentheil ihnen zum Trutz das Bluturtheil vollzo-gen worden. Es forderte noch einmal die Schwyzer vorSRecht, rüstete, schanzte in seinen Landen. Diese antwor-teten: sie wollten alles inS Recht setzen lassen, nur nichtdie Religion, die bedürfe keiner Rechtfertigung. Die Aus-gezogenen wären malesizisch, weil sie von ihrer Obrigkeitabgefallen. Schwyz habe sein Recht gebraucht wie es jederfreie Stand brauche, in ihrem Lande seyen sie Herr, hät-ten über ihr Thun und Lassen Niemand Rechenschaft zugeben.»

Der französische Gesandte hatte eine allgemeine Con-fcrenz nach Baden ausschreiben lassen. Hier lobte er dieKatholischen, gab ihnen Recht und versprach ihnen sogar