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von Muri aus ohne Trommelschlag durch die Wälder undAel so unerwartet auf das schlecht bewachte Lager derBerner! bei Vilmcrgen. Alles floh bis an dieiWein-berge; hier wurden die Luzerner mit einem scharfen Feuerempfangen, sie kamen in Gefahr überflügelt zu werden,schon war Unordnung in ihren Reihen und Gliedern,schon zeigten sich Flüchlinge, als Major Sonnenberg zuden Kompagnien von Zurgilgcn und Anderaümend hin-abritt und ausrief: ist denn Niemand da, der die BernerReiterei angreift? Beide Hauptleute mit ihren Kompag-nien traten sogleich hervor. Entschlossen lieber zu sterbenals eine schändliche Flucht zu ergreifen, fielen sie mitihrer Mannschaft auf die Knie, empfahlen sich Gott undseiner Barmherzigkeit, die Offiziere zogen ihre kurzenWaffen und rückten dann geschlossen und muthig gegenden Feind; aber ehe sie an ihn kommen konnten, hat-ten sie einen großen Hag zu übersteigen und einenbreiten Graben zu durchgehen. Frisch schwangen sie sichhinüber, schnell eilten sie unter dem heftigsten feindlichenFeuer über den Graben. Die Berner, als sie sahen, daßdie von Luzern ohne großen Verlust mit Macht gegen sieanrückten, schwenkten um und jagten ab. Der Obrist Bilvon Neuschatel war der Letzte auf dem Schlachtfelde. Erhatte beide Pistolen, aber ohne Erfolg, gegen den ihnhart verfolgenden Hauptmann Anderallmend abgeschossen.Der Rückzug und dann die Flucht der Berner wurde jetztallgemein.
Als die Züricher den Verlust dieses Treffens vernah-men, schrieben sie nach Bern: Sie sollten im Felde blei-ben und nicht heimziehen. Zürich allein wolle jetzt denFeind angreifen und den Kampf mit ihm bestehen." Aber
hab ich in 1S St. bei Tag und Nacht us meinem Rath alles uf.geweckt und die Z0W Mann sind schier in einer Stund, da kei-ner vom andern gewußt, zu Muri angelangt. Duli. Tagb.