Buch 
1 (1834) Die Zeiten der dreizehn Orte / von Joseph Andres
Entstehung
Seite
130
JPEG-Download
 

schlag mit den Abschnitten gemacht, er habe das Geld da-zu geliehen, für Proviant und Munition gesorgt. Wenndie vier katholischen Orte dem Feinde bei Rapperschwylgewachsen gewesen wären, warum man denn um die spa-nische und um die Hülfe von Solothurn und Freiburg sosehr gebeten? ES sey wahr, daß der geistliche Kriegsrathimmer habe schlagen wollen, er aber nicht, indem er be-hauptet habe: man müsse Hülfe erwarten und nicht allesaufs Spiel setzen, denn mißlinge der Angriff, werde ge-wiß auch die Hülfe ausbleiben. Gelogen hingegen wäre,,wenn man sage, er habe die KriegSordre eigenmächtig ab-geändert. Läugnen hingegen werde Niemand können, daßunter den Krtegsvölkern von Schwyz große Confuston ge-wesen, daß bei ihnen Jedermann habe kommandircn wol-len, und dabei doch immer nur die Handlungen Anderergetadelt habe. An diesem Geist und an der Uneinigkeitder Kriegsräthe habe seine Kriegserfahrenheit natürlichscheitern müssen. Auf alle andern Gerüchte, mit welchenman ihn zu verschreien suche, antworte er: daß dieBriefe, welche er vom Feldhauptmann Escher von Züricherhalten, Mitkriegsräthen seyen gezeigt und ihre Beant-wortung mit derselben Vorwissen an Escher wieder abge-schickt worden. Erlach habe seinem Schloße in Hilflikonwahrscheinlich nur darum eine Schutzwache gegeben, umihn bei ihnen zu verdächtigen." Diese Verantwortungwird weder angenommen noch verworfen. Einige mein-ten, der Verrath könne weder zu Schwyz noch zu Uri be-wiesen werden, der Mann sey nur etwas zu hoch, manmüsse ihn klein machen. Die Urner wollen das gehörthaben, nennen aber Niemand. Da erklärt ihre Landsge-meinde, die Streitfrage den acht alten Orten zu überge-ben. Schwyz protestirt und erkennt nur den IV Waldstät-ter-Bund als Schiedsrichter. Luzern und Unterwaldenfühlen sich beleidiget, daß man sie für partheiisch halte,«ine katholische Sache den Neformirten überlassen wolle.