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den Durchpaß zu verwehren und ihre Vereinigung mit de-nen vvn Zürich zu verhindern. Bet der Stadt angelangt,wollte er eine Linie ziehen vom Eck eines auf einer Höhestehenden Waldes bis zum SiechenhauS herab, das mitKanonen sollte besetzt; im Rücken war Brcmgarten, vonwelchem aus dieser Posten sollte verstärkt werden. Vor derFronte gegen die rechte Seite war ein aufsteigender Wald,Neben diesem Kornfelder, dann die Landstraße, welche eng«nd waldicht nach Brcmgarten herabfnhrte. Diese Liniewurde nicht angenommen, sondern man ließ den Wald,wo er die Straße bcstreichcn konnte, mit Musketiren be-setzen, und wo man das Umgehen fürchtete, verhauen,tzm Augenblick, als man den Anmarsch der Verner hörte,kam der Kricgsrath von Muri inS Lager und bestand da-raus, daß man mit allen Thätlichkeiten inne halten, undnoch einmal, um die schon einmal ausgcschlagene Neu-tralität der Freienämtcr unterhandle. Aber Sonncnberg,statt aller Antwort, ließ Sturm schlagen; die Soldatenmußten zuerst in Reihe und Glied zusammen getriebenwerden. Kaum halb geordnet, kamen die Berner ganzlangsam die Landstraße herab, zwei Compagnien Drago-ner machten die Vorwache. Auf einmal fiel ein solcherSturm von Kugeln und Steinen aus dem Walde auf sieherab, daß die Dragoncrpferde sich bäumten und auöschlu-gen, die Reiterei sich auf die Infanterie zurückwarf und dieOrdnung der ganzen Marschkolonne sich in großer Ver-wirrung brach. Kaum wurde das Schießen gehört, sowar das erste, was der katholische Kriegsrath that, daßer die Mannschaft, welche vom Walde herab ein solchesGedräng unter den Bcrnern verursacht hatte, von ihrenPosten wegnahm und sie zu dem übrigen Volk an dasEnde der Kornfelder hinter einem Grünhag herabzog. DieBerner bekamen hierdurch Zeit, sich wieder zu ordnen;ungehindert durchzogen sie jetzt den Hohlweg, schwenktenin die Kornfelder hinein und marschirten in wohlgcschlos-
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