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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Bäcker .

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es besorgen, sind weit weniger zu beklagen. Esist wahr, dafs die Hitze beym Einschieben desBrodes in den Backofen ihnen oft bedeutende Krank-heiten zuzieht; der Dunst des frischen Brodes aberersetzt dem Körper die Kräfte, die er durch denhäufigen Schweifs verliert. Das frische Brod istein kräftiges analeptisches Mittel, sein blofscr Ge-ruch regt die Lebensgeister auf.] Man behauptet,dals Demokrit durch den Dunst von warmemBrodc sein Leben gefristet habe. Viele Bäcker ha-ben mir versichert, dafs dieser Geruch ihnen oftallen Appetit benähme. Dem sey, wie ihm wolle;die Hitze, welche diese Handwerker vor dem Back-ofen ausstehen müssen, ist immer sehr lästig; siewerden dadurch ausgetrocknet und haben einenbeständigen Durst, Die üble Gewohnheit, kalteGetränke zu sich zu nehmen und von der Arbeit■weg, selbst im Winter, fast nackt, oft mit einemblofsen Tuche um den Leib hinaus zu laufen, odersich wenigstens ' einem plötzlichen Wechsel derTemperatur auszusetzen, zieht ihnen nicht seltenHirnschnupfen und Heiserkeit zu; rheumatischeSchmerzen und verschiedene Brustkrankheiten, alsSeitenstechen, Lungenentzündung und dergleichensind oft die Folgen eben dieser Unvorsichtigkeit.Da die meisten dieser Uebel durch zurückgetre-tene Schwcifsc entstehen, so hat Ramazzini wohlnicht unrecht, wenn er dagegen schweifstreibendcMittel in einer warmen Stube, als einen Aufgufsvon Borretsch, Hollunder oder dergleichen, ver-ordnet. Wenn diese Mittel nicht ausreichen, somufs dem Kranken nach Umständen mehr oderweniger Blut gelassen werden. —

Einige Bäcker haben noch die tadelnswertheGewohnheit, die glühenden Kohlen aus demBackofen in den Keller zu werfen, und sieda auszulöschen, um sie dann wieder brauchen zukönnen. Wenn sie dann zu diesem Zwecke wie-der in ihre Keller gehen, so werden sie oft vondem Kohlendampfe ohnmächtig. DiesesUnglück ereignete sich unter Andern bey einemBäcker zu Chartres, fünf Personen, davon