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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Bäcker.

zwe y dos Bäckers eigene Sohne waren, ersticktenauf diese Weise in dessen Keller und konntennicht wieder zum Lehen zurückgebracht werden.Des andern Tages sollten die Leichen herausge-schalft werden; ein Bäcker, der sie mit einem Ha-ken herausziehen wollte, wagte sich zuweit hinein,und kam gleichfalls ums Leben. Als man seinenKörper öffnete., fand man die Eingeweide sehr aus-gedehnt, roth, entzündet und die Lunge mitschwärzlichen Flecken bedeckt; die Muskeln wa-ren von ihren Bändern lose und unter sich ge-trennt. Man iicCs Wasser in den Keller, welchesdie Kohlen gänzlieh aus löschte und das kohlen-saure Gas, durch welches sechs Personen ihrenTod gefunden hatten, vertilgte. Es bedarf keinesweitern Beweises, um zu zeigen, wie gefährlichdieser Gebrauch ist. Die Bäcker sollten lieber wiedies m Paris der Fall ist, ihre glühenden Kohlenin grofsen Gefäfsen von Eisenblech aufbowahren.Jlierbey mufs jedoch die Vorsicht angewandt wer-den, dafs diese Gefäfse sehr fest verschlossen undnicht eher, als nach Verlauf einer gewissen Zeitgeöffnet, werden, damit die Kohlen zuvor vollkom-men ausgelöscht sind und nicht Feuer dadurchentsteht. —

Fast alle Bäckerbursche sehen blafs aus, sindmager und von schwächlicher Gesundheit; *) siewerden weit häufiger krank, als andere Handwer-ker. Dies riihrt ohne Zweifel von zu grofser An-strengung bey der Ai'beit und von der verkehrtenLebensweise her, die sie zu führen pflegen. InWein!ändern trinken sie gewöhnlich früh nüchternweifsen Wein, wovon sie häufige Magenentzün-dungen bekommen; oft wei'den sie von kleyen-förmigen Flechten, Krätze und venerischen Krank-heiten heimgesucht. In der Regel sterben dieBäcker schon zwischen vierzig und fünfzig Jahren

*) Cad et-Gassicourt bemerkt unter Andern, dafs dieBäcker meistens Spieler, ausschweifend, zänkisch und sehrrachsüchtig waren* Eine Folge der beständigen Arbeit beyNacht und an dusteren Orten wäre ferner, dais sie ungeselligW-öd leicht Misanthropen würden* —