Buch 
Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
Entstehung
Seite
235
JPEG-Download
 

ca

LlO

ch

o-

k*

HZ

et

e-

e-

■d.

de

!U,

ies

ei-

en

zu

011

n;

ca

li-

ier

ler

;in

ae

att

>e-

en

im

So

;er

:u.

e-

er

ht

er

o-

;ra

:ni

er

,uf

Krctnkh. d. Köhler, Hanf- u. Flachs arbeiten. 235

die Bleiche gebracht und bis auf’s nuchstemalaufgehoben. —

Krankheiten der Köhler.

Unter diesem allgemeinen Namen müssen so-wohl die eigentlichen Kohlenbrenner, die Ver-fertiger der Kohlen, als auch die Leute begriffenwerden, welche die K,ohlen in Säcke oder Kisteneinmessen und zum Verkauf in die Städte etc.transporliren. Die erste"cn arbeiten in den Wäl-dern, in freyer Luft und leiden daher wenig vondem Dampfe, der sich beym Verkohlen des Hol-zes entwickelt. Durch den Wechsel der Witte-rung aber, dem sie beständig ausgcselzt sind unddurch das öftere Liegen auf der blofscn Erde, be-kommen sie häufig Katarrhe und rheumatischeSchmerzen. —

Die Kohlenmesser und Träger müssen vielKohlenstaub einsaugen; allein man hat nicht be-merkt, dafs dadurch irgend ein Nachtheil für dieGesundheit entstände; dieser Staub schützt im Gc-gentheil gegen die Krätze und andere Hautkrank-heiten. Der Doctor Skragge sagt zwar, die Koh-lenarbeiter sähen meistens blafs aus, bekämen oftHusten, Asthma und Schwindsüchten; wahrschein-lich meynt aber dieser Arzt damit nur die Ar-beiter in den Steinkohlengruben. *) —

Warme Kleidung und ein gutes Nachtlager ineiner wohl verwahrten Köhlerhütte dürften fürden Kohlenbrenner die besten Vorsichtsmittclseyn. —■

Krankheiten der Hanf - und Flachsarbeiter.

[Seit, dem frühesten W r eltälter war Kleidungdem Menschen fast eben so unentbehrlich, alsSpeise und 'frank. Um jenem Bedürfnifs zu ge-

*) Die Franzosen nennen die Arbeiter in den Steinkohlen-griihea ,, Charbönniers “ wodurch obige Verwechselung leichtentstunden teyn kann!-