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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Chemiker.

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senik. soweit, sublimiren wollen, tLiTs er sich aufdem Boden des Gefäßes setzen sollte. Nach meh-reren Sublimationen öflnete er dasselbe und fühltezu seinem grofsen Erstaunen einen angenehmen Ge-ruch ; allein kaum war eine halbe Stunde verflossen,als er zerreissende.Schmerzen im Magen und heftigeKolik bekam; dazu athmete er nur mühsam; seinUrin war mit Blut vermischt, seine Glieder zucktenconvulsivisch. Man wandte öhlicht.e Sachen undMilch an, worauf die beunruhigenden Symptome et-was naohliessen; allein der Patient litt noch einenganzen Winter hindurch an einem hektischen Fieber,welches nur durch eine lange fortgesetzte Kur miteinem Aufgufs von Wundkräutern und durch denGenufs vegetabilischer Nahrungsmittel gehoben wer-den konnte. Ich kannte einen berühmten Chemiker,Karl Lancil l o tu s, dem seine Arbeiten und Experi-mente ein convidsivisches Zittern zugezogen hatten;erhalte böse Augen, hatte die Zähne verloren, seinAthem war übelriechend, übrigens kurz und müh-sam. Man durfte ihn nur ausehen, um alles Zu-trauen auf seine Mittel, besonders auf die zur Ver-schönerung der Haut, die er aufserordcntlich rühm-te , zu verlieren. —

Man darf nicht verkennen, wie verdient die Che-miker sich um die Naturkunde machen, die sie oft,mit Aufopferung ihrer Gesundheit durch ihre Ent-deckungen bereichern. Der Chemiker studirt dieNatur und forscht nach der innersten Zusammen-setzung ihrer Körper. Es ist nicht sein Fehler,wenn er Opfer seiner Untersuchungen wird, indemdas Experirnentiren die gröfste Genauigkeit erfor-dert und seine Gegenwart fortwährend nölhig ist.Ich miilslc fürchten, die Chemiker zu beleidigen,wenn ich Regeln der Vorsicht oder Mittel bey mög-lichen Zufällen anrathen wollte; denn, außerdem,dafs ihneu schon durch ihre Wissenschaft, eineMenge Specifica bekannt sind, kann auch die Arz-neykunde, mit der sie gezwungen sind, sieh be-kannt zu machen, ihnen die nöthige Hülfe schaffen.]

„Die Krankheiten und Unglücksfälle, setztFoureroy hinzu, welche durch die chemischen