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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankh. der Pelz - und Baumwollenarb. etc. 265

gen der Wollen - und Baumwollen Lheilchen in dieLuftorgane. — Das Stricken nach dem Essenverursacht Schwere und andere Uebel im Ma-gen.— -

Baumwollenspinner. Das Einathmen einerLuft, die beständig mit feinen Baumwollentheilchen;angefüllt ist, reizt die Nebenäste der Luftröhre, er-regt Husten und wirkt äufserst nachtheilig auf dieLunge, die nie zur Ruhe kommt. Diese Arbeitersind oft genöthigt, ihr Handwerk mit einem an-dern zu vertauschen, wenn sie der Schwindsuchtentgehen wollen. — '

Dies Dcbcl ist nicht das einzige, welches alsEolge der Wollenarbeilon angesehen w r erden kann;verschiedene Krankheiten entstehen auch durch diesitzende Lebensart dieser Leute. Jackson, aus-übender Arzt in der Grafschaft Lankaster, wo be-kanntlich sehr viele Baumwollenmaoniacturen sind,sagt unter andern:*) Wenn man ein Kind vonacht Jahren in einer solchen Fabrick dreyzehnStunden des Tages arbeiten läfst, so bleibt es kleinan Statur; oder, wenn es ja grofs wird, was aberein seltner Fall ist, so gelangen doch seine Kno-chen und Muskeln niemals zu der Entwickfelungtmd Kraft, wie die eines robusten Menschen. Ehees noch das dreyfsigste Jahr erreicht, sieht, es bläfsund bleyfarbig aus; man darf cs nur ansehen, umseinen schlechten Gesundheitszustand überhaupt zuerkennen. Fragt man einen solchen Arbeiter, wiees ihn gehe, so klagt er über grofse Schmerzen inden Woiclien, über trockenen Husten und mühsa-me Verdauung; seine Haut sieht gelb aus. DieKinder scheinen eben nicht mehr zu leiden, als dieErwachsenen; alle ihre Krankheiten aber zeugenvon dem üblen Zustande der Verdauungs-Werk-zeuge. Sie bekommen leicht, die Gokrös-Schwind-sucht, Phthisis mesenterica. Die Weiber habenoft Blattern und Geschwüre an den Beinen; be-kommen häufig den weifsen Flufs, der, naoh demBeyschlaf, bey don Männern Chankor erzeugt; das

*) Samuel Fothergill’s Medical et Physkal joitrnal, 1818-