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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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267
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Krankheiten der Hultnacher. 2ö7

nen, welche diese Art Arbeit noch nicht gewohntsind. Die Krankheit charaklerisirt sich durch eineSpannung der Handwurzel und des Vorderarms inder Gegend der Flechsen und durch ein windge-j;ch wulstartiges Knistern im Zellgewebe dieser Theile.Sie wird leicht gehoben durch Ruhe, kalte zerlhei-lende Aufschläge, nebst einer mäfsigen Compression,die man durch Umwickeln mit einer Binde be-wirkt. —

Hie Tuchschccrer bekommen nicht selten denHusten durch das Einathmen der Wollentheilchen,das sie oft gar nicht vermeiden können. Das be-ständige Arbeiten im Stehen verursacht ihnen Blat-tern und Geschwüre an den Beinen. —

Rainazzini cmpfielt den Tuchmachern undTuchscheercrn grofse Reinlichkeit und öfteres Wa-schen der Hände, Arme und Beine mit warmemWein. Auch mäfsig warme Bäder und trockenesFrottiren ist ilmen von Nutzen. Hie Verfasser desDielionnaire de Sante behaupten, das bey Webern,Tuch- und Mousselinfabrikantcn das Blutlassenselten ralhsam, ja sogar oft schädlich sey. —

Krankheiten -der Hutmacher

Hie Verfertigung der Filzhüte verlangt eine Reihevon Operationen, weiche der Gesundheit mein' oderweniger schaden.

1) Hie Wolle, welche der Hutmacher braucht,ist, besonders wenn sie aus fremden Ländern kommt ,oft erhitzt, faulicht und von Insekten verdorben;gemeiniglich steckt sie voll Staub und Unreinig-keiten. Has Ausraufen der Haare ans den Fellen,das Auszupfen, Zurechtschneiden, , Kämmen undAusklopfcn der W olle, alles dieses erfüllt die Luftin den Werkstätten mit Staub und feinen Härchen.Hie Weiber, welche gewöhnlich diese Arbeiten ver-richten, athmen wider Willen diese schädlichenStoffe ein, wodurch die Organe des Athmens ge-reizt und angegriffen werden. Sie bekommen Hu-sten, Katarrhe und Blutspeyen, welches gewöhnlichmit der Lungenschwindsucht endigt, Huparcque