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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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269
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Krankheiten der Hutmach er.

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Wenn die Arbeiter den dicken Dampf und denQuecksilberdunst einschluckeu, der sich bey die-ser Operation entwickelt, so können sie ein ähn-liches Zittern bekommen, wie die Vergolder, nurweit weniger bedeutend, als jene. —

Das Walken des Filzes kann nur stehendverrichtet werden; die Hulmacher bekommen da-von Blattern und Geschwüre an den Beinen. Dasie in ihren heilsen Werkstätten oft mit. entblöls-ter Brust und nackten Armen herumgehen unddann zuweilen, ohne sich zuvor anzukleiden, hin-auslaufen, so ziehen sie sich Rheumatismus, Ka-tarrhe und Brustflüsse zu. Ich habe selbst meh-rere Hutmacher in der Kur gehabt, die an sol-chen Uebeln litten. —

S) Das Ausbiigeln der Hüte’ wird der Ge-sundheit. der Arbeiter durch den Kohlcndampfschädlich, dem sie, besonders beym Glithendina-chcn des Bügeleisensteines, ausgesetzt sind. Dieallzugrofse Ofenhitze hat schon manchmal Blut-speyen veranlafst. —r

4) Die sogenannten Facher bey den Hutma-chern schlagen die Wolle mit dem lachbogen undreifsen mittelst eines Zängelchens aus dem Filze dieweifsen oder allzulangen Haare aus. In ihrenWerkstation fliegen beständig kleine Härchen undWollenthcilchen. herum, welche durch den Athemin ihre Lunge und deren Gänge eindringen undauf diese Organe einen Reiz machen, der um sonachtheiliger wirkt, da sich Salpetersäure Queck-silber t heil chen darunter befinden. —

5) Die Weiber, welche gewöhnlich das Ein-fassen der Hüte besorgen, sind allen den Krank-heiten ausgesetzt, welche die sitzende Lebensartmit sich bringt; besonders bekommen sie im Win-ter, wo sie, um mit der Nadel arbeiten zu kön-nen, ihre Beine nahe an den heifsen Kohlpfannenhaben müssen, öfters Congestionen nach dem Ge-hirne. Duparcque hat dieses Üebel mehrmals,hauptsächlich bey schwängern Weibern, gefunden.—

Die Hulmacher müssen darauf sehen, dafs siegeräumige, luftige Zimmer zu ihren WerksLällcn