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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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Krankheiten der Färber.

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mächtig geworden sind. Um solchen Zufällen vor-zubeugen, müssen diese Weiber in der Nähe einesoffenen Fensters bügeln und die Bügelöfen so ein-richten lassen, dafs sie unter einem weilen Schlot-mantel, welcher gut zieht, aufgestellt werden.IJebrigens wird die nachtheilige Wirkung des Koh-lendampfes dadurch verringert, dafs ein großerTheil des kohlensauren Gases durch das Bü-geleisen, welches man in die Kohlen legt, absor-birt wird. —

Krankheiten der Färber.

Die Athmosphäre, welche den Färber bey sei-ner Arbeit umgiebl, ist heifs und feucht. Wennman in dem Augenblick, wo die Farbekessel inThatigkeit sind, in die Stube eines Färbers tritt, sodringt aus der geöffneten Tliiire ein solcher Qualm,dals man kaum hindurch sehen kann. Eben diesbemerkt man, wenn ein Fenster in solchen Stubengeöffnet wird. Jeder Gegenstand, den dieser wi-derwärtige Dunst berührt, wird von demselben ge-färbt; er besteht 1) aus dem Rauch der Oefen;2) aus den Wasserlheilchen, die als Dunst aus denKesseln emporsteigen; 3) aus den verschiedenenSalzen und Beizen, welche beyra Färben ange-wandt werden; 4) aus den Theilcheri, die sich vonden vegetabilischen oder animalischen Farbestollenabselzen. Die Färber müssen aufserdem noch ihreStoffe in fließendem Wasser waschen; wodurchsie leicht Rheumatismen, Katarrhe, Asthma undBrustwassersucht bekommen. Die Färber, welchein Paris am Flusse Bievre arbeiten, leiden oftan Wcchsclfiebern; viele von ihnen bekom-men die Schwindsucht. In Folge der Bleyprä-parate, welche man - zu manchen Farben gebraucht,werden die Färber zuweilen von der Metallkolikbefallen. — 9

Sie müssen sich sorgfältig in acht nehmen,nicht den Kopf über ihre Kessel zu halten, wennstarke Sachen darin gekocht werden, so dafs siedampfen. Von Zeit zu Zeit müssen sic hinaus, wo