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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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278
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27-8 Krankheiten der Walker,

möglich ins Freye, gehen, um eine .frische reineLuft einzuathmen; dabey aber sich, besonders iiüWinter, warm kleiden. Der d’Arcet’sehe Ziehofenund ein Ventilator an einem Fenster, wurde.auch ,die Färber von den schädlichen Dünsten befreyen,welche fast beständig ihre Werkstätten erfüllen.Gegen die Feuchtigkeit haben sie sich durch trockeneKleider und durch Froltiren mit Flanell 4m gan- ,zen Leibe zu. verwahren. —

. Die Leute, welche aus dem Tuche und andernStoffen das Fett und die Flicken aüssieden, sindohngefähr denselben Krankheiten unterworfen wiedie Färber, —

Krankheiten der Walker, |

[Bey den Allen scheint die Walkerkunst nachallem, was sich hierüber in ihren Schriften findet,im Reinigen der Kleider und der W olle vom Fettebestanden zu haben. Wie wir heutzutage unserLeinenzeuch zur Wäscherin, so schickte der Rö-mer seine eingeschmuzle Toga zürn Walker. Diese jLeute gebrauchten zu ihrer Arbeit Kreide und ;Thon; zuweilen auch den menschlichen Urin.]

Jn unsern Tagen beschäftigen sich die Wal-ker damit, Tücher und Wolle von dem darin ent— >.haltenen Fette oder Oele zu reinigen. Sie neh-men der Wolle die ölig - harzigen Bestandteile,-etoder das eigends sogenannte Wollenfett, welr mches durch die Ausdünstung des Schafes,;erzeugt und der Wolle mitgetheilt wird. ,Das Aufregen dieses Stoffes, der bereitsfaulig und ranzig geworden ist, er-zeugt einen Blatierausschlag auf der Haut, .welcher einige Aehnlichkeit mit der Krätze hat. —s,:

Das Walken der Tücher und anderer derglei-chen Zeuche hat den doppelten Vortheil, dafs er- ■st.ens die öligen Ueberresle, welche nach Vollen- ',düng des Gewebes sich noch in denselben finden^- !entfernt werden, und dafs die Fäden des Tuches:; jsich fester vereinigen und zusammenziehen, ;