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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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284 Krankheiten der Bader .

er einmal in seinen Schriften, *) wenn nicht imeignen Hanse das Wasser, aus silbernem HahneHofs. Hie Kenntnifs dieser römischen Einrichtun-gen verdanken wir hauptsächlich den Werken desAndreas Baccius über die Bäder und des Mer-curialis über die Gymnastik. Hie Kaiser hattendie öffentlichen Bäder in jedem 'Viertel der Stadterbauen lassen, um dem Bedürfnifs des Volks ab-zuhelfen. Für wenig Geld konnten sowohl Män-ner als Frauen sich daselbst baden, so oft es ih-nen gefiel. Gewöhnlich badete man sich zweymaldes Tages; jede Person zahlte einen Quadrans, **)die Kinder badeten sich, wie Juvenal erwähnt, um-sonst. ***) —

Eine Menge weiblicher sowohl als männlicherSklaven waren Tag und Nacht in diesen BademBeschäftigt; man nannte sie balneatores oder acjua-riöli. Ihr Loos war sehr traurig. Fast den gan-zen Tag standen sie im Wasser, ihr beständigerAufenthalt waren die feuchten Badegewölbe, ihrestete Beschäftigung, Andere am ganzen Körper baldmit warmen, bald mit lauem oder kaltem Wasserzu waschen, sie von Schmuz, Salben und altenWohlgerüchen zu reinigen etc. Nach allem diesenzu folgern, müssen sie nothwendig einer MengeKrankheiten ausgesetzt gewesen seyn, als der Ca-chexic, geschwollenen Beinen, Geschwüren, .kalterGeschwulst und der Hautwassersucht. Luciliusspricht in einer seiner Hichtungen von den Ge-schäften dieser Sklaven.****)

Man hat zwar jetzt keine solche öffentlicheBäder mein’; indessen giebt cs in volkreichen Städ-ten immer einige Badeanstalten zum Gebrauch fürKränkliche oder für Leute, welche gewohnt sind,sich zu baden, um ihre Haut glatt und rein ZU er-

*) Ep. 8fr

**) Den vierten Tlieil des römischen

***) Nec pnori creuuuL, nisi qui nomliuu aerc lavantur.

.Juvenai* .//•

****) Soubor, supelior, destjiiunior, pumicor, ornor,JSspilor, pixi&or