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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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285
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Krankheiten der Bader.

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halten. Heutzutage gehen gewöhnlich Personen,welche an Hautkrankheiten leiden, als an Jucken,Krätze, Syphilis und dergleichen in solche Bäderoder Schwitzstuben und lassen sich von den soge-nannten Badern mit lauwarmem Wasser'waschen odersich Schröpfköpfc setzen, um etwas Blut zu verlieren«Ja die Kranken vertrauen sich wohl gar ohne Yorwisseneines Arztes, der doch allein beurtheilen kann, w elcheMittel sie an wenden, dürfen, solchen Badern an undlassen sich waschen, frottiren und scarificiren amganzen Leibe. Man hat die Beobachtung gemacht,dafs die Bader in der Kegel ein bleiches, nieder-geschlagenes aufgedunsenes und cachectisclies An-sehen haben. Nicht selten leiden sie an eben denKrankheiten, welche sie Anderen curiren wollen.]In grofsen Städten werden jetzt die Bäder im-mer häufiger, eine Einrichtung, über welche mansich nur freuen kann, wenn man bedenkt, wie zu-träglich das Baden dem Körper ist. Man mufsnur wünschen, dafs der Preifs eines Bades nacliund nach so gering werde, dafs auch der ärmereHandwerker es recht häufig brauchen könnte. —Bey der jetzigen Beschaffenheit der Bäder ha-ben die dabey angestellten Männer oder Weibergar nichts für ihre Gesundheit zu befürchten. l)icWärter in den Bad- oder Schwitzstuben, welchebeständig dem Kranken zur Seite bleiben müssen,tun ihm den nothigen Beystand zu leisten, könnendadurch leiden; die Luft in einer solchen Badestuboist natürlich sehr warm und feucht, wenig elastischund mit den Ausdünstungen des Kranken ange-füllt; man hat Beyspiele, dafs dergleichen Leuteohnmächtig geworden sind. Ereignet sich einsolcher Fall, so mufs man den Leblosen sogleichan die frische Luft schallen, mit kaltem Wasserbesprengen und ihm flüchtiges Alkali eiuhauchen.Um dergleichen Ünglücksfällen vorzubeugen, müs-sen die Bader oder Badewärter die Kranken ver-lassen und aufserhalb der Badestube eine frische,reine Luft einathmen, Hände und Gesicht aber sichöfters mit aromatischem Essig waschen. — :

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