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gebahntem Pfad, und ist das Gegengift des pöbelhaftenHanges für die blinde Uebung, dieser sclavischen Hochachtungfür die Vorurtheile gedankenloser Köpfe. Sie legt ihm denLauf aller Dinge unter die Augen, und zeigt ihm, aufwelchen Wegen andere Aerzte gefehlt, und auf welchen siedie Wahrheit gefunden. Diese Erfahrungen sind die Grund-sätze seines Betragens, und führen ihn ungezwungen durchdie Labyrinthe, in welchen der Ungelehrte keinen Faden findet.Alles wird mit Verstand und Einsicht unternommen, sobaldman durch die Kenntniß des Ganzen erleuchtet, auf die Beob-achtung einzelner Theile fällt. Durch Anderer Erfahrungunterstützt, kennt man eine unendliche Menge möglicher Fälle;man begreift geschwind, was man sieht, und weiß sich inFällen zu helfen, die man nie gesehen hat; die Gelehrsamkeitkann die bloße Uebung ersetzen, aber die bloße Uebung ersetztniemals die Gelehrsamkeit. Die größten Philosophen undAerzte aller Zeiten und aller Völker sind einstimmig, die Ge-lehrsamkeit sey der sicherste Weg zu der geschickten Ausübungder Kunst.
Die wichtigsten Vortheile sind der Arzeneykunst durch dieGelehrsamkeit zugeflossen, und sie ist in jedem Lande nurnach dem Maße in Aufnahme gekommen, nach welchem manmit der Kenntniß, die man schon hatte, andere Kenntnißverband. Man zweifelt nicht, die ältesten unter den bekanntenVölkern, b>- Affyrier, Phönieier und besonders die Egypter,haben die ersten versuche in der Arzeneykunst gewagt. Wirkönnen zwar diese Versuche nicht beurtheilen, weil die soge-nannten Bücher deS Hermes zu uns nicht gekommen sind,denen die Egyptischen Priester in der Pflegling ihrer Krankenbuchstäblich folgen mußten, und weil das geheimnißreicheWesen dieser Priester ihre Lehren vor den Augen aller ande-ren Menschen verhüllte; Galenus sagt, die Egypter haben vorden Zeiten des AeskulapS keine andere Kenntniß von der Ar-zeneykunst gehabt, als die Kenntniß, die man durch dieblinde Uebung erlangt. Die Babylonier setzten, aus Mangelder Aerzte, noch in den Zeiten des HerodotuS ihre Kranken