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auf die Straßen, damit ihnen die Vorbeygehendcn rathen;und Strabo erzählt eben das nicht nur von den Dabyloniern! und den alten Portugiesen, sondern auch von den Egyptern.
! Unter der Regierung des Amasis fingen die Griechen an, ei-nen genauen Umgang mit den Egyptern zu haben, und manvermuthet, die ersten Begriffe von der Arzeneykunst seyen indiesen Zeiten, so wie die Gesetze durch Solon, aus Egyptennach Griechenland gekommen. Hundert und fünfzig Jahre'nachdem ersten bekannte» Griechischen Arzte Melampus, erwarbAeskulap in Epidaurus, durch seine bessere Einsichten, gött-liche Ehre; aber auch diese Einsichten waren noch ganz empi-risch und chirurgisch. Celsus sagt, man habe den Aeskulapunter die Götter erhoben, weil er die bis zu ihm unter denHänden des Pöbels gewesene Arzeneykunst weniger grob aus-geübt; und Plinius setzt hinzu, sie sey mehr nichts, als einebloße Wundarzeneykunst gewesen; und zwar eine Wundarzeney-kunst, deren Lehrsätzen zufolge der Gott Aeskulap und seineSöhne den Verwundeten ein Getränk aus Wein, Mehl undKäse gaben. Die Asclepiaden schlössen zwar diese Kunst tuden Tempeln ihres Stammvaters ein, wo die Kranken sie be-suchen, und unter dem Gepränge priesterlicher Ceremonien, denAusspruch des Gottes, das ist, die unmittelbare Hülfe seinersterblichen Nachkommen erwarten mußten. Aber die Betrügersiegten, der Gewohnheit nach nur so lange, bis den Betrogenenvon den Philosophen die Augen geöffnet wurden. Diese fingen§ an bey den Betten der Kranken die Arzeneykunst mit mehr Wahr-
! heit, und wenigerm Gepränge auszuüben, und sie wurden, nach
^ dem Zeugniß des Celsus, die eigentlichen Stifter der Kunst.
' Bald darauf hatten die Priester des Aeskulaps den klugen Ein-
! fall, die geschicktesten unter den Philosophen in ihre Gesellschaft
' aufzunehmen, und mit dieser Verstärkung eiferten sie ihren
l unbestochenen Gegnern so sehr nach, daß die Kranken dabey
^ doppelt zu gewinnen schienen.
Hippokrates hielt zwar, als ein ächter Abkömmling des Aes-kulap, die Beobachtung sehr hoch; aber er sagte dennoch in Henschönsten Zeiten der Griechen, diesen Zeiten gemäss, der Arzt