zählung ist zu erdenken, die Paracelsus nicht geglaubt und ge-priesen. Er hielt die monatliche Reinigung der Weiber, undsogar ihren bloßen Anblick in diesem Zeitpunkt, für das größtealler Gifte, und schrieb in die Welt hinein, der Teufel er-zeuge aus diesem Gifte die Spinnen. Er schrieb in die Welthinein, aus der Mischung des weiblichen Samens mit ihrerReinigung entstehen alle Flöhe, Käfer und überhaupt alle In-sekten. Er schrieb in die Welt hinein, die Menge des inKlöstern und Venustempeln vergossenen Samens werde vonden Geistern aufgefangen, und von den Hexen zu einem Giftebereitet, das die Ursachen der epidemischen Krankheiten und derPest sey; zuweilen stehlen in gleicher Absicht die Hexen denbarmherzigen Schwestern ihren Samen mit gleicher Wirkung.Er rühmte sich, die Krankheiten, welche bey dem Gebrauchenatürlicher Mittel unheilbar seyen, könne er mit gewissenWörtern oder Charakteren heilen, deren Kraft er über alle inden natürlichen Körpern liegende Kräfte erhob. Er erfrecht«sich vollends zu lügen, er könne ve«nittelst der Chemie einwahrhaft lebendes Kind hervorbringen, das, nur die Größeausgenommen, in allen seinen Theilen den eigentlichen Kin-dern ähnlich sey. Dieser abscheulichen Grillen ungeachtet, sagtedieser elende Philosoph ungescheut, er habe die Natur in derNatur und nicht nach Büchern studirt. Uebrigens lebte er wieein Schwein, sah aus wie ein Fuhrmann, und fand sein größ-te» Vergnügen in dem Umgang des liederlichsten und niedrig-sten Pöbels, weil ihn dieser in seinem Leben so sehr bewun-derte, als er noch jetzt von ihm bewundert ist. Er sagt sehrwahr in seiner secksten Vertheidigung: von der Natur binich nicht subtil gesponnen; es ist auch nicht der SchweizerArt, die unter Tannzapfen aufwachsen. Durch die meisteZeit seines ruhmvollen Lebens war Paracelsus betrunken; ernennt an einem Orte seine Freunde in Zürich Saufbrüder;auch scheinen freylich alle seine Schriften im Rausche geschrie-ben. Die Sprache ist sonst dem Menschen gegeben, sich an-dern Menschen verständlich zu machen; Paracelsus redete undschrieb, um von Niemand verstanden und von Allen bewundert
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