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die durch keinen Strahl von Wissenschaft erleuchtet, von demaufgeklarter» Theile der Welt durch ihre thörichte Selbstgenüg-samkeit abgerissen, blind bey dem Lichte deS Jahrhunderts sind,und in dieser Blindheit ein nutzloses Leben armselig Hinleben.Die nöthige Gemüthsstille flieht fern von ihm weg, wenner unter diesen den Weg zur Wahrheit und zur Kenntnißdes einzigen Guten verachtenden Menschen, für die Archiveder Wahrheit die offenbarsten Feinde der Wahrheit gehaltensieht, die durch seine guten Erfolge gemartert, durch seich ge-ringstes Unglück aufgeblasen, ihn bald mit abgeworfener Larve,bald wie die Pestilenz im Finstern verfolgen, er heile oderheile nicht. Er kann nicht sehen und nicht denken, weil ihmdie gebieterische Unwissenheit und der tobende Unsinn die Kraftzu sehen und zu denken raubt.
Der glückliche oder unglückliche Ausgang einer Kur hängtdarum bey einem Arzte, der ein zartes Gefühl hat, oft vonder Art ab, wie der Kranke oder die Umstehenden ihm begeg-nen. Die Billigkeit erhöht seinen Geist, vermehrt seine Auf-merksamkeit und seine Scharfstcht; sie gibt ihm eine Heiterkeit,und wiegt ihn in eine Stille, die seine verborgensten Kräfteentwickelt, uud zum Besten des Kranken wirksam macht. DieUnbilligkeit schlagt ihn nieder. Er betrachtet mit wehmuth-vollem Herzen die Vorurtheile und Leidenschaften seiner Feinde,als so viele aus einem schwarzen Abgrund auf ihn blickendeTeufel. Alle seine Seelenkräste sind gebunden, sein Geist istunfähig, etwas zum Vortheil des Kranken zu sehen und zudenken, sobald er beym Eintritt in das Aimmer des Krankendie langen Ohren der Personen erblickt, an denen er dieseVorurtheile und diese Leidenschaften kennt.
Die Hindernisse des Beobachtungsgeistes sind hiermit unsreund Andrer Vorurtheile, unsre und Andrer Leidenschaften; dieLiebe der Hypothesen und der angenommenen Lehrgebäude,der Aberglaube, die Menge lahmer Urtheile über eine Krank-heit, die widerspruchvollen Räthe hirnloser Köpfe, der vonallen Seiten Herbeyrauschende Hagel von Recepten, und amallermeisten eine langö'hrige Versammlung um den Kranken.Zimmermanns Erfahrungen. 7