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monie der Sphären, den Tokayer der Ungarn dem Nektarder Götter, und eine wohlbeleibte Phillis einer ätherischenPanthca vorzieht.
Gute Beobachtungen dürfen nicht immer selten seyn. Nichtalles, was die Neugierigkeit sättigt, befördert den Nutzen.Die Wahrheiten der Naturlehrer und der Aerzte sind nichtwie schlechte Münzen, dumme Handschriften und erbärmlicheBücher, bloß wegen ihrer Seltenheit kostbar; ihre Wichtig-keit bewirkt ihren Preis. Bacon erlaubte in der Naturge-schichte den gemeinsten Beobachtungen einen Platz, weil manam meisten verabsäumt, was man täglich sieht. Jede Beob-achtung ist wichtig, wenn sie einen Ring der großen Kettegibt, an welcher man auf den Wegen der Jnductkon zuunumstößlichen Wahrheiten steigt. Ein Arzt, der die Hei-lung der gemeinsten Krankheiten durch gute Beobachtungenfestsetzt, thut zum Besten der menschlichen Gesellschaft weitmehr, als ein Arzt, der nur auf ungewohnte Beobachtungenlosgeht, die zwar immer bey einer Akademie ihren Preis ha-ben, aber nicht so oft bey der Vernunft. Die gemeinstenKrankheiten öffnen einem großen Arzte Wege zu Entdeckungder wichtigsten Wahrheiten; man lese das Werk des HerrnTiffot von dem Mißbrauch des MohnsafteS in den Blattern,von dem Schlag und der Wassersucht, und hauptsächlich wasMorgagni über diesen wichtigen Gegenstand in der Zueig-nungsschrift seines vierten Buches, von dem Sitze und denUrsachen der Krankheiten sagt.
Gute Beobachtungen müssen nicht mit Vernunftschlüssenvermengt seyn. Man soll die Erscheinungen in der Naturbeschreiben, wie man sie sieht, und nicht wie man sie beur-theilt. Wir müssen gelassen anhören, was die Natur sagt,der Reihe nach alles betrachten, was sie sagt, die Begeben-heiten uns merken, welche Grundsätze unserer Vernunftschlüssewerden können, aber uns wohl hüten, ein Urtheil zu sprechen,ehe wir die Natur wohl zu Rath gezogen haben. Anstattdie Natur unserm Verstände zu unterwerfen, unterwerfen wirunsern Verstand der Natur; wir erzählen, was wir gesehen,