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viel zu sagen; doch sehe ich, daß der Mißbrauch desselben denKindern schädlich ist, die davon erblassen, den Würmern undallen daher rührenden Uebeln ausgesetzt werden. Shebbearglaubt, die sogenannte Englische Krankheit sey in Frankreichunter den Kindern so gemein, weil sie lauter Brod essen, dessenSäure den kalkichten Theil der Knochen auflöse, und diesewieder in einen knorplichten Zustand bringe. Diese Krankheitist bey uns nicht weniger gemein; aber ich finde ihre Ursachein einer ganz andern Säure, die ich noch in diesem Capitelberühren werde.
In London hat die Gewinnsucht eine Kunst erfunden, dasBrod den Menschen sehr schädlich zu machen, damit es weißsey. Nichts ist gemeiner als mancherley Krankheiten, Erstickun-gen , und den Tod selbst auf den Genuß dieses Brods folgenzu sehen. Vor einigen Jahren bemerkten die LondonschenBäcker, daß wegen einer dieser Methoden der Stuhlgang sehrbeschwerlich werde. Sie verfielen daher auf den Gedanken,Jalappe unter das Mehl zu mischen, und so ward ihr Brodpurgirend. Doetor Manningham hat die angeführten Metho-den, das Brod zu verfälschen, die daher rührenden Krankhei-ten, und die Zeichen, an welchen man das verfälschte Broderkennt, beschrieben.
Durch die Natur selbst, und ohne Zuthun der Menschen,wird das Brod zuweilen ein wahres Gift. Diese Verderbnißentsteht durch die Trespe, durch den Kornbrand und vorzüg-lich durch die Kornzapfen, die von dem Getreide nicht abge-sondert, zu Mehl und Brod gemacht und gespiesen werden.
Die Trespe ist, nach dem Urtheil der größten Kräuterken-ner, ein sehr giftiges Gras, welches in feuchten Feldern, undbesonders in feuchten und kalten Zeiten so häufig wächst, daßder gemeine Mann glaubt, der Waizen habe sich in die Trespeverwandelt. Das Mehl wird davon etwas schwärzlich, derGeschmack ist süß, und darum ist das mit diesem Grase be-fleckte Mehl von anderm fast nicht zu unterscheiden. Unterdas Brod vermischt, soll dieses GraS nach richtigen Erfah-rungen betäuben, Bangigkeiten, Schwindel, Brechen, Ver-