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keine Veränderung. Er hatte bey dem überaus heftigen Schmerz,der mit einer unleidlichen und unaussprechlichen Wuth die bloßvorher zusammengezogenen und betäubten Glieder überfiel, nureinige fieberische Wallungen. Der Schlaf war freylich sehr un-ruhig ; einige verspürten etwas Durst, und hatten einen bitternpappichten Mund, andere ein anhaltendes Bluten aus der Nase.Der Harn war fast immer weiß, wie Brunnenwasser, und nurzuweilen sah er etwas trüb aus. Kein Kranker klagte überwahre Kopfschmerzen, alle behielten durch die ganze Krankheitdie Eßlust. Allmählig vermehrten sich die Schmerzen in denangegriffenen Gliedern mit den übrigen Zufällen, wenn dieKrankheit durch die Mittel nicht zu hemmen war. Das Uebelbreitete sich aus, ergriff nach den Fingern die Hand und denArm, nach den Zehen den Fuß und das Bein, bis der kalteBrand sich in die leidenden Theile setzte, und dieselben vollendstöbete. Endlich erfolgte die völlige Ausdörrung und eine ab-scheuliche Schwärze, worauf das Glied von dem Leibe sich son-derte, und von selbst abfiel.
Aus diesen Wahrnehmungen schloß Herr Lang, das Korn-zapfkiiglft scheine zwar bey dem ersten Anblick nicht von der ge-fährlichsten Gattung. Nicht allein durchläuft es alle edlern in-nerlichen Theile des Leibes ohne eine merkliche Beschädigung,wenn man eine zuweilen in dem Kopse sich äußernde Dumpf-heit ausnimmt, sondern es erweckt auch keine andere schwere,sonst unfehlbar aus den Giften fließende Zufälle, weder in demBlut noch in den übrigen Theilen, keine Krämpfe, Beängsti-gungen der Brust, Zuckungen, Ohnmachten, Fieber. Abereben darum gehört das Kornzapfengift unter die heimliciien Gifte,weil es weder den Geruch noch den Geschmack des Brodesim geringsten abändert, und ohne das geringste Merkmal seinerschädlichen Kraft eine Weile in dem Leibe verborgen liegt, unddann urplötzlich durch schwere und tö'dtliche Zufälle sich äußert.So viel von dem Brod.
Der Reis ist für den größten Theil der Menschen, was öaSBrod für uns ist. Er ist die vornehmste Speise der Türken;die Chinesen bedienen sich desselben anstatt des Brodes, da